London: Neues Feuer in Treibstofflager - DER SPIEGEL
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London Neues Feuer in Treibstofflager

Immer noch kein Ende der Brandkatastrophe im britischen Treibstofflager Buncefield: Nachdem die Feuerwehr die Flammen gestern scheinbar unter Kontrolle gebracht hatte, ist in der Nacht erneut ein Feuer in einem Öltank ausgebrochen. Diesmal wollen Experten den Treibstoff einfach ausbrennen lassen.
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London - Das neue Feuer sei in einem Tank ausgebrochen, der die Explosionen und Brände der letzten Tage bis dahin unbeschadet überstanden hatte, so die BBC. Allerdings habe die Feuerwehr die Situation unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte ließen das Feuer nun sich selbst verzehren, Löscharbeiten würden momentan nicht stattfinden. "Die Feuerwehrleute glauben, dass wenn sie das Feuer ersticken würden, eine viel größere Gefahr von den dann entweichenden Gasen ausgehen würde", so BBC-Reporter Ben Ando.

Die meisten Schulen in der Region wurden heute wieder geöffnet. Die örtliche Polizei untersucht nach BBC-Angaben Hinweise, dass der Fahrer eines Tanklastzuges die Explosion am Sonntag ausgelöst hat, als er einen elektrischen Schalter an seiner Maschine betätigte. Dabei habe sich Gas entzündet, das aus einem Leck der Anlage geströmt sei.

Die Boulevardzeitung "Sun" beruft sich auf Angaben eines Kollegen des Fahrers, der behauptet, dass der Mann "so traumatisiert ist, dass er ständige Rückblenden hat und nicht einmal in der Lage ist, ein Licht in seiner Wohnung einzuschalten."

Die Polizei kann bisher keine genauen Angaben zur Unglücksursache machen, geht jedoch von einem Unfall aus. Feuerwehrleute werden in den nächsten Tagen vor Ort bleiben, um das Areal zu kühlen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass das Feuer erneut ausbricht.

Das Feuer im Treibstofflager Buncefield war am frühen Sonntagmorgen nach einer Serie von Explosionen ausgebrochen. Der Brand erzeugte eine riesige Rauchwolke, die sich zeitweise bis nach Frankreich erstreckte. In der Umgebung brannten Autos aus, zahlreiche Büros und Lagerhallen wurden beschädigt.

Die Feuerwehr setzte im Kampf gegen das Großfeuer rund 15 Millionen Liter Wasser und eine Viertelmillion Liter Löschschaum ein. Insgesamt waren 180 Feuerwehrleute im Einsatz. Bei dem Brand hatte es 43 Verletzte gegeben, ein Opfer liegt noch auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses. Das Treibstofflager wird von dem französischen Ölkonzern Total und seinem US-Konkurrenten Texaco betrieben.