London Rucksackbomber beteuern Unschuld
London - Die fünf britischen Männer bestritten vor Gericht, am 21. Juli 2005 versucht zu haben, die Bomben in ihren Rucksäcken zu zünden, um die Anschlagsserie vom 7. Juli nachzuahmen. Die Angeklagten waren per Video zur Verhandlung zugeschaltet und wirkten bei ihren Aussagen relativ entspannt.
Der eigentliche Prozess soll im Oktober beginnen. Auch ein sechster Angeklagter war per Video zugeschaltet. Der Mann gab allerdings kein Plädoyer ab, da sein Fall noch nicht ansteht. Elf weitere Verdächtige, denen die Polizei vorwirft, den Behörden wichtige Informationen über die Beschuldigten vorenthalten zu haben, sollten später vor Gericht erscheinen.
Die Sprengsätze am 21. Juli waren nicht explodiert. Zwei Wochen zuvor waren bei den Anschlägen in drei U-Bahnen und einem Bus 52 Menschen getötet worden. Den Behörden zufolge handelte es sich um Selbstmordattentate von vier muslimischen Extremisten aus Großbritannien.
str/Reuters