London-Stansted: Nervenkrieg mit Hijackern - DER SPIEGEL
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London-Stansted Nervenkrieg mit Hijackern

Ihre Ziele sind noch unklar, politische Forderungen wurden bisher nicht gestellt. Nachdem die Entführer einer Boeing 727 bisher acht Geiseln freigelassen haben, ging der Nervenkrieg mit den Hijackern am Dienstag auf dem Flughafen Stansted bei London in eine neue Runde. Mehr als 150 Menschen sind immer noch in der Gewalt der Entführer, die die Maschine im afghanischen Kabul gekapert hatten.
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London - Die britische Polizei wollte am Dienstagvormittag neue Verhandlungen mit den Entführern des afghanischen Passagierflugzeugs auf dem Flughafen London-Stansted beginnen. Polizeisprecher Joe Edwards sagte: "Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Sache sicher und friedlich beenden können." Allerdings könnten sich die Verhandlungen noch Tage hinziehen.

Der britische Innenminister Jack Straw hat nach Presse-Informationen eine gewaltsame Befreiung der Geiseln ausgeschlossen. Dies könnte sich nur ändern, wenn die Entführer das Leben von Geiseln bedrohen sollten. Dann würde möglicherweise die Anti-Terroreinheit SAS zum Zuge kommen.

Nach Angaben der Polizei haben die Entführer noch immer keine politischen Forderungen erhoben, so dass ihre Ziele unklar bleiben. Nach unbestätigten Berichten wollen sie die Freilassung des afghanischen Oppositionspolitikers Ismail Khan, 58, erzwingen.

Die Luftpiraten hatten am Montag acht ihrer Geiseln freigelassen. Damit waren noch 157 Menschen an Bord der Boeing 727, die am Sonntag auf einem Inlandsflug in Afghanistan gekapert worden war. Nach einem Irrflug über Usbekistan, Kasachstan und Moskau war die Maschine am Montagmorgen in Stansted gelandet.