London: Streit löste Massenpanik aus - DER SPIEGEL
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Großeinsatz in London Streit löste Massenpanik aus

Die Polizei geht davon aus, dass ein Streit zwischen zwei Männern die Massenpanik in London ausgelöst hat. Was folgte, waren Berichte über angebliche Schüsse, zwei evakuierte U-Bahnstationen und 16 Verletzte.
Bewaffnete Polizisten am Freitag in London
Bewaffnete Polizisten am Freitag in London

Bewaffnete Polizisten am Freitag in London

Foto: DANIEL LEAL-OLIVAS/ AFP
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Bei einer Massenpanik in der Londoner U-Bahn sind am Freitag 16 Menschen leicht verletzt worden. Die Polizei geht davon aus, dass ein Streit zweier Männer auf einem Bahnsteig die Panik ausgelöst hatte. Dann sorgten Berichte über angebliche Schüsse für weitere Aufregung.

Am späten Abend veröffentlichte die Polizei Videobilder der verbalen Auseinandersetzung auf dem Bahnsteig. "Die Beamten würden sich jetzt gerne mit diesen beiden Personen unterhalten", hieß es. Daneben wurden mögliche Zeugen aufgerufen, sich zu melden.

Die Einsatzkräfte behandelten den Zwischenfall an den Stationen Oxford Circus und Bond Street vorsorglich wie eine mögliche Terrorlage. Die Menschen wurden aufgefordert, sich in den Gebäuden in der Nähe der U-Bahnstation zu verstecken und sich nicht an Fenstern zu zeigen. Beide U-Bahnstationen waren vorübergehend evakuiert worden. Menschen flohen teils in Panik.

"Das war traumatisch"

"Niemand hat wirklich etwas gesehen, aber alle sind gerannt, haben Taschen weggeschmissen, geweint, geschrien", sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur, der sich während des Vorfalls in einem der umliegenden Restaurants versteckt hatte. "Das war traumatisch."

Am Abend wurden die beiden U-Bahnstationen wieder geöffnet und der Zugbetrieb wieder normal aufgenommen. Prinz William und Herzogin Kate besuchten noch am selben Abend die Wohltätigkeitsgala "Royal Variety Performance" im Theater London Palladium, das nur 150 Meter von der U-Bahnstation Oxford Circus entfernt liegt.

Die Vorkommnisse zeigen, wie angespannt die Bewohner der britischen Hauptstadt die aktuelle Sicherheitslage empfinden. Das Land wurde in diesem Jahr bereits fünf Mal zum Ziel von Terroranschlägen mit insgesamt 36 Todesopfern. Londons Bürgermeister Sadiq Khan dankte den Einsatzkräften für ihre schnelle Reaktion. "Im Zweifel ist es immer besser, auf Nummer sicher zu gehen."

irb/dpa

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