Trennung bei Lottogewinnern: Mehr Fluch als Segen
Trennungswelle in Großbritannien Neue Opfer des "Lotto-Fluchs"
Hamburg - Es war schon irgendwie ein Aschenputtel-Moment, als der Arbeitslose Les Scadding aus Südwales im November 2009 den größten Jackpot der britischen Geschichte knackte. 50 Millionen Euro gewann der damals 58-Jährige mit seiner Frau Samantha. Doch das Paar ist nun das neueste Opfer des sogenannten Lotto-Fluchs.
Noch kurz nach dem Rekordgewinn hatte das Paar angegeben, mit dem Geld seine Hochzeitsreise nach Barbados wiederholen zu wollen. Doch vier Jahre nach dem Geldregen haben sich die Scaddings scheiden lassen, berichten die britische "Times" und "Daily Mail" . Demnach leben der 62-Jährige und seine 20 Jahre jüngere Ex-Frau bereits seit 18 Monaten getrennt.
Der "Mail" zufolge lebte das Paar immer wieder längere Zeit nicht zusammen. Samantha habe monatelang das Millionen-Anwesen der beiden auf Barbados renoviert, sagten anonyme Quellen dem Blatt. Außerdem habe sie sich sehr verändert. Unter anderem habe sie Gewicht verloren und eine neue Frisur getragen. Sie sei in ihrem neuen Lifestyle vollkommen aufgegangen - während ihr Mann Les bodenständig blieb. Obwohl das vermutlich eine Frage der Perspektive ist: Les hatte mit dem Gewinn unter anderem sein Lieblings-Fußballteam Newport County gekauft.
Die Scaddings sind bereits das dritte britische Paar in den vergangenen Monaten, das sich nach einem hohen Geldgewinn trennt - Anlass für britische Medien, ein Schema zu erkennen. Zuvor hatten die Eheleute Angela und Dave Dawes ihre Trennung bekannt gegeben. Sie hatten 2011 115 Millionen Euro gewonnen. Und auch Adrian und Gillian Bayford sind nicht länger zusammen. Die beiden hatten im August 2012 den Jackpot mit 190 Millionen Euro geknackt.