Lotto-Jackpot Millionen-Gewinner bleiben noch 89 Tage
Münster - "13 Wochen nach der Ziehung fließt der nicht abgeholte Gewinn in einen Sondertopf. Der wird dann in einer Extra-Ziehung ausgespielt", sagte Westlotto-Sprecher Elmar Bamfaste gegenüber SPIEGEL ONLINE. "Das Geld gehört schließlich den Tippern."
Demnach hat der Gewinner des Rekord-Jackpots von Samstag noch genau bis zum 11. Juni Gelegenheit, seine 20,4 Millionen Euro einzustreichen. "Wir warten weiter", sagte Bamfaste. Fest stehe bislang nur, dass der Glückspilz aus dem Ruhrgebiet komme. Dort sei der Lottoschein anonym abgegeben worden.
"Dass ein solcher Riesengewinn nicht abgeholt wird, ist noch nie vorgekommen", sagte Bamfaste. Bei kleineren Summen sei es hingegen häufiger der Fall, dass sie verfielen. "Eines ist jedoch klar: Wer den Schein hat, bekommt auch den Jackpot", so Bamfaste.
Allerdings habe nun in allen Zeitungen gestanden, dass am Wochenende mit den Zahlen 2, 3, 6, 20, 24, 39 sowie der Superzahl 5 der drittgrößte Jackpot der deutschen Lottogeschichte geknackt worden sei, sagte Bamfaste. "Da würde ich schon mal auf meinen Schein gucken."
Offen bleibt weiterhin, ob es sich um einen einzelnen Glückspilz oder eine Tippgemeinschaft handelt. Damit ist ebenfalls noch unklar, ob eine einzige Person die bisherige Lottokönigin vom Thron stößt, die im Januar 2004 ganz alleine den bisher höchsten deutschen Einzelgewinn über 20,2 Millionen Euro einstrich. Die Mitglieder einer Tippgemeinschaft müssten die Riesen-Summe unter sich aufteilen. Dass sich noch niemand gemeldet hat, wertete Bamfaste allerdings als Indiz für eine Einzelperson.
Jörg Diehl