Lotto Millionen-Jackpot geht an Krankenpfleger
Münster - Der Familienvater meldete sich heute Morgen nach Dienstbeginn bei einem Lottoberater, wie Westlotto in Münster mitteilte. Nach Angaben des Gewinnerbetreuers rief der Mann von seinem Arbeitsplatz aus an und machte einen besonnenen Eindruck.
Der 37,6 Millionen Euro schwere Glückspilz hatte schon am Sonntag über Videotext die Lottozahlen abgerufen und entdeckt, dass er den höchsten Jackpot in der deutschen Lottogeschichte geknackt hatte. Gestern erfuhr der verheiratete Vater eines zwölfjährigen Mädchens und zweier Söhne im Alter von neun und zwei Jahren dann über die Medien, dass er den Millionengewinn ganz allein ergattert hatte. Dennoch ließ er sich noch einen Tag Zeit, um sich zu melden. Er habe die ungewöhnliche Lebenssituation zunächst mit seiner Ehefrau besprechen wollen, teilte Westlotto mit.
Der frischgebackene Multimillionär hat nach Angaben des Gewinnerbetreuers noch keine Vorstellungen, was er mit dem Gewinn anfangen will. Sein bisheriges Leben soll sich aber möglichst wenig ändern, sagte der Glückspilz. Ein persönliches Treffen mit dem Lottoberater verschob der Krankenpfleger auf den späten Abend, weil er pflichtgemäß seinen Dienst erfüllen wollte. Trotz des Geldsegens will er nämlich nach eigenen Angaben weiter arbeiten gehen.
"Er macht wirklich den Eindruck, als werde er auf dem Teppich bleiben", so Elmar Bamfaste von Westlotto. Der Gewinnerbetreuer werde dem frisch gebackenen Multimillionär Tipps zum Umgang mit dem neuen Riesen-Vermögen geben. "Er wird ihm vorrechnen, wie viele Zinsen er monatlich bei einer ganz normalen Geldanlage hat. Erst dann bekommen die meisten Gewinner eine Vorstellung, wie hoch ihr Gewinn ist", so der Sprecher weiter. Außerdem werde er dem Mann raten, zunächst an seinem Heimatort leben zu bleiben und kein zu auffälliges Auto zu kaufen. " Er bekommt auch Tipps, wie er sich vor dubiosen Anlageberatern oder Bettelbriefen schützen kann." Bamfaste selbst riet dem Gewinner, möglichst wenige einzuweihen.
Der Gewinner aus Westfalen hatte bei der Ziehung am vergangenen Samstag mit sechs Richtigen und Superzahl die Rekordsumme von 36,7 Millionen Euro eingeheimst. Für seinen Zweiwochen-Schein hatte der Glückspilz lediglich 9,50 Euro eingesetzt. Auf die Zusatzlotterien Spiel 77 und Super 6 hatte er laut Lottosprecher Elmar Bamfaste verzichtet.
Der Rekord-Jackpot hatte zu einem enormen Ansturm auf die Lotto-Annahmestellen geführt. 148,3 Millionen Euro hatten die Deutschen bei der Samstagsziehung eingesetzt - theoretisch tippte jeder zweite Erwachsene.
ffr/han/dpa/ddp/AFP