Lottogewinner nach zehn Wochen aufgetaucht "Ich wollte mir alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen"
Münster - Der Lottospieler aus dem Ruhrgebiet hatte schon bei der Ziehung am 3. Januar den Riesengewinn gemacht - über den vermutlich jeder Tipper aus dem Häuschen gewesen wäre. Der Mann aus dem Raum Dortmund dagegen ließ sich Zeit zum Nachdenken, viel Zeit: Erst nach zehn Wochen tauchte er bei der Westdeutschen Lotteriegesellschaft in Münster auf und informierte sich über das ihm zustehende Geld.
Selbst WestLotto-Sprecher Elmar Bamfaste war angesichts von so viel Abgeklärtheit baff: Man könne den Glückspilz als "äußerst cool" bezeichnen, so Bamfaste. Der Lottospieler habe schon recht früh von seinen Millionen erfahren - trotzdem meldete er sich nicht.
Er habe sich "erst mal alles in Ruhe durch den Kopf gehen lassen", sagte der Mann zur Begründung für die lange Wartezeit. Und damit nicht genug: Der Gewinner habe lange Zeit sogar darüber nachgedacht, ganz auf seine Ansprüche zu verzichten, sagte WestLotto-Sprecher Elmar Bamfaste. In den vergangenen Wochen hatten statt dessen schon zahlreiche Trittbrettfahrer versucht, das Geld abzustauben.
Der Spieler aus dem Ruhrgebiet dagegen konnte sich erst mit seinen neun Millionen anfreunden, als er auf die Idee kam, dass man mit so viel Geld auch viel Gutes tun könne, sagte Bamfaste - der Mann überlege jetzt, ob er eine Stiftung gründet. Eingelöst hat er seinen Gewinnanspruch allerdings immer noch nicht: Er werde sich wieder melden, teilte er WestLotto mit. Dafür hat er bis zum 19. April Zeit, dann verfällt sein Anspruch.