Lufthansa-Chef: Webers Haus unter Farbbeutel-Beschuss - DER SPIEGEL
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Lufthansa-Chef Webers Haus unter Farbbeutel-Beschuss

Die Nacht von Sonntag auf Montag war kurz für Lufthansa-Chef Jürgen Weber. Kurz nach drei Uhr warfen Unbekannte mehrere Flaschen mit roter Farbe gegen sein Haus in Hamburg.
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Hamburg - Der 58-Jährige und seine Frau Sabine blieben unverletzt, berichtete die Polizei. An dem Haus im Stadtteil Hummelsbüttel entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Der Staatsschutz ermittelt. Hintergrund ist vermutlich ein Protest gegen die Abschiebung von Ausländern per Flugzeug.

Die Polizei sieht einen Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Auto und das Haus einer Hamburger Amtsärztin aus dem Gesundheitsamt Altona. Die Täter hatten in der Nacht zum vergangenen Freitag das Auto der 59-Jährigen angezündet und außerdem versucht, die Haustür der Frau in Brand zu setzen. Zudem hätten sie mit schwarzer Farbe gefüllte Flaschen gegen das Haus geschleudert und durch Steinwürfe eine Fensterscheibe beschädigt.

Zu dieser Tat ist inzwischen ein vierseitiges Bekennerschreiben bei der Deutschen Presseagentur eingegangen. Die Autoren kritisieren darin, dass die Ärztin "als Erfüllungsgehilfin der Ausländerbehörde Menschen bei Abschiebungen Reisefähigkeit attestiert". Das Schreiben wurde von keiner Terrorgruppe unterzeichnet, doch weist der Text laut Polizei eine ideologische Nähe zu Verbindungen auf, die dem autonomen Spektrum zuzuordnen seien. Neben einem "Bleiberecht für alle" fordern die Autoren zudem die Freilassung aller Inhaftierten der terroristischen Vereinigung Revolutionäre Zellen/Rote Zora.