Lulus Heldentat: Känguru rettet schwer verletzten Farmer - DER SPIEGEL
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Lulus Heldentat Känguru rettet schwer verletzten Farmer

Das einäugige Känguru Lulu folgte einem Farmer aus dem australischen Morwell überall hin - zum Glück. Als sein Besitzer sich in der Wildnis schwer verletzte, hüpfte das Tier zurück zum Haus und holte Hilfe.
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Sydney - Der 52-jährige Len Richards aus Morwell war von einem herabstürzenden Ast schwer verletzt worden. "Er hätte sterben können, wenn das Känguru nicht so schnell geschaltet hätte", erklärte der Sanitäter Eddie Wright dem australischen Rundfunksender ABC.

Lulu hoppelte zurück zum Hof und klopfte heftig gegen die Haustür. Das Känguru habe die Familie alarmiert, sei dann vorneweg gelaufen und habe sich neben den Bewusstlosen gesetzt, sagte Wright der Radiostation.

Die Tochter des Farmers hatte sich über das merkwürdige Verhalten des Kängurus gewundert: "Lulu hat ein Geräusch gemacht, das wie Hundegebell klang und wollte offensichtlich unsere Aufmerksamkeit. Sie verhält sich sonst nie so", berichtete Celeste Richards. Ohne die Hilfe des einäugigen Kängurus hätte ihr Vater sterben können.

"Sie glaubt, sie ist ein Hund", sagte Celeste. Lulu sei sehr zutraulich und schlau. Die Familie hatte das Tier vor zehn Jahren im Beutel seiner Mutter gefunden, die kurz zuvor überfahren worden war. Das Känguru sei seinem Ziehvater überall hin gefolgt, erzählte die Tochter des Farmers. Die Zutraulichkeit des Tieres rettete dem Besitzer jetzt das Leben.

Die wundersame Rettung des 52-Jährigen Farmers erinnert viele Australier an die überaus populäre Fernsehserie "Skippy, das Buschkänguru" aus den Sechziger Jahren. Skippy galt als australische Variante der amerikanischen Serien Flipper und Lassie. In einer Folge führte Skippy wie jetzt Lulu eine Frau zu ihrem Ehemann.