Luxemburg: Geiselnahme im Kindergarten - DER SPIEGEL
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Luxemburg Geiselnahme im Kindergarten

Im luxemburgischen Grenzort Wasserbillig hat ein offenbar verwirrter Mann 20 Kinder und zwei Erwachsene als Geiseln genommen. Mindestens acht Kinder sind inzwischen wieder in Freiheit. Der Gangster soll mit einer Handgranate, einer Pistole und einem Messer bewaffnet gewesen sein.
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Wasserbillig - Da in dem Gebäude in Wasserbillig an der Grenze zu Deutschland mehrere Schulklassen und Kindergruppen unterrichtet werden, war die Zahl der Geiseln nicht genau bekannt. Auch war unklar, wie viele Kinder er freigelassen hatte und wie viele möglicherweise allein ins Freie gelangen konnten. Die als Geiseln genommenen Kinder sind zwischen vier und sieben Jahren alt.

Nach Angaben der Polizei war der etwa 40 Jahre alte Luxemburger aus dem Nachbarort Manternach mit einer Handgranate, einer Pistole und einem Messer bewaffnet. Er forderte freies Geleit und ein Flugzeug zum Abzug. Die Polizei betonte, sie wolle die Geiselnahme auf friedlichem Wege durch Verhandlungen lösen.

Der Täter ist nach Polizeiangaben verheiratet und hat selbst zwei Kinder, die jedoch nicht in dem überfallenen Kindergarten sind. Er habe sich längere Zeit in psychiatrischer Behandlung befunden und sei polizeibekannt.

Am Abend kam auf Verlangen des Geiselnehmers ein Psychiater in den Kindergarten. Die Polizei, die telefonisch mit dem Geiselnehmer verhandelt, sprach von einem "ziemlich nervösen" Mann. Für die Eltern der betroffenen Kinder wurde eine psychologische Beratung eingerichtet, in der mehrere schockierte Mütter und Väter betreut wurden. Die Polizei hat das Gebäude weiträumig abgeriegelt.

Ein Polizeisprecher in Luxemburg sagte: "Es ist ein schwieriger Fall, die Absichten sind nicht bekannt." Der Mann hatte die "Spielschule" um 15.30 Uhr überfallen. Wasserbillig ist ein Luxemburger Grenzort an der Mosel in der Nähe von Trier.