Luxusliebe - DER SPIEGEL
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MODE Luxusliebe

• aus DER SPIEGEL 18/2009
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Er trage nur noch handgefertigte Pullover, sagte Valentino seinen Eltern, als er 14 Jahre alt war. Er trage auch nur noch maßgefertigte Schuhe, nicht mehr die, die er in den Geschäften seiner italienischen Kleinstadt südlich von Mailand finden konnte. Sein Vater, der Elektrogeräte verkaufte, nickte, und er nickte auch, als sein Sohn eines Tages aus dem Kino kam, wo er Frauen gesehen hatte, die Schmuck trugen und lange Röcke, Frauen, die es in seiner Stadt nicht gab - da hatte Valentino beschlossen, Modedesigner zu werden. Das war 1946, und 13 Jahre später eröffnete Valentino Garavani in Rom sein erstes Modeatelier. »Valentino - Eine italienische Legende« zeigt Zeichnungen des Modemachers, Anzeigen für Zeitschriften, Porträts und dokumentarische Fotografien. Der Bildband beschreibt den Aufbau eines Imperiums, das Leben eines Mannes, der Luxus lebte und Luxus schuf. Valentino etablierte einen Qualitätsgedanken, dem große Frauen wie Elizabeth Taylor oder Audrey Hepburn verfallen waren. Er hielt sich über 40 Jahre. 2008 zog sich der Junge aus der Kleinstadt mit 75 Jahren aus dem Geschäft zurück. Sein Label kleidet noch immer die ein, die Luxus lieben, neue große Frauen wie etwa Gwyneth Paltrow oder Jennifer Lopez.

Armando Chitolina (Hg.): »Valentino - Eine italienische Legende«. Taschen Verlag, Köln; 576 Seiten; 49,99 Euro.

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