Madagaskar Tausende nach Wirbelsturm obdachlos
Antananarivo - Die Ostküste und der Nordwesten der Tropeninsel Madagaskar sind von dem Zyklon betroffen. Acht Menschen starben, mehr als 3000 wurden obdachlos.
Das nationale Büro für Hilfe bei Naturkatastrophen geht davon aus, dass die Zahl der Opfer noch steigen wird, da etliche Gegenden von der Außenwelt abgeschnitten seien. Vor allem im Südosten rund um den Bezirk Vohipeno sind etliche Straßen zerstört oder blockiert. Im Distrikt Vangaindrano stehen 75 Prozent der Ackerbauflächen unter Wasser, die kommende Ernte sei damit total zerstört.
Hilfsaktionen werden erschwert durch die instabile politische Situation nach dem wochenlangen Machtkampf zwischen dem Mitte März entmachteten Staatspräsidenten Marc Ravalomanana und dem Präsidenten einer Übergangsregierung, Andry Rajoelina.
Die Mitarbeiter des Finanzministeriums schlossen sich einem unbefristeten Generalstreik der Angestellten der Zentralbank an. Sie erklärten, dass sie nicht für eine illegale Regierung ohne Geld arbeiten wollen. Damit sind Überweisungen - etwa von Hilfsgeldern - kaum noch möglich.
Auf der Insel suchen zurzeit Sondergesandte der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen nach einem Ausweg aus der Krise.