Madrid: Der Polizei gehen weitere Verdächtige ins Netz - DER SPIEGEL
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Madrid Der Polizei gehen weitere Verdächtige ins Netz

In Marokko hat die Polizei mehrere Personen festgenommen, die verdächtigt werden, an den Anschlägen vom 11. März in Madrid beteiligt zu sein. In Spanien wurde ebenfalls Haftbefehl gegen zwei weitere Verdächtige erlassen. Eine marokkanische Zeitung will zudem den Chefplaner der Attentate ausgemacht haben.
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Rabat/Madrid - Wie viele Personen in Marokko in Polizeigewahrsam genommen wurden, wurde zunächst nicht bekannt. Der marokkanische Informationsminister Nabil Benabdallah sagte, die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen. Nach den Anschlägen am 11. März in Madrid waren in Spanien 18 Verdächtige festgenommen worden, die meisten von ihnen Marokkaner. Sie sollen Verbindungen zu islamistischen Gruppen haben.

Die marokkanische Zeitung "Assabah" berichtete gestern, der Chef-Planer der Anschläge sei ein Marokkaner namens Abdelkarim al-Medschdschati. Er habe sich drei Tage vor den Anschlägen in Madrid aufgehalten und sei unmittelbar nach dem 11. März nach Marokko zurückgekehrt.

Gegen zwei weitere Verdächtige erließ der spanische Ermittlungsrichter Juan del Olmo am frühen Morgen Haftbefehl. Der Syrer und der Marokkaner gehörten nach Medienberichten zu einer Gruppe von fünf Festgenommen. Die drei anderen - zwei Marokkaner und ein Spanier syrischer Herkunft - wurden wieder freigelassen. Die fünf Männer waren in der vergangenen Woche festgenommen worden.

Der Syrer sei von zwei Zeugen erkannt worden, berichteten spanische Medien unter Berufung auf Justizangaben. Der Marokkaner habe seit Jahresanfang in der kürzlich entdeckten mutmaßlichen Bombenwerkstaat in Morata de Tajuña in der Nähe der spanischen Hauptstadt gewohnt.

Von den insgesamt 20 Verdächtigen befinden sich jetzt 14 in Haft. Ein Beschuldigter werde wahrscheinlich am Mittwoch vernommen, fünf Verdächtige wurden wieder auf freien Fuß gesetzt.

Zweieinhalb Wochen nach den Attentaten starb gestern eine weitere Frau an ihren Verletzungen. Wie die Behörden mitteilten, erhöhte sich damit die Zahl der Toten auf 191. Bei dem jüngsten Opfer handelte es sich um eine 49-Jährige aus Madrid.