Madrid: Großbrand löst Panik aus - DER SPIEGEL
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Madrid Großbrand löst Panik aus

Ein riesiges Feuer in einem Strom-Umspannwerk im Zentrum Madrids hat die Einwohner der Stadt in Panik versetzt. Viele Menschen fühlten sich an die Terroranschläge von vor vier Monaten erinnert - der Ort des blutigen Attentats ist direkt in der Nähe.
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Madrid - Die Behörden gehen schließen einen Anschlag weitgehend aus. Ursache für den Brand ist vermutlich ein überlasteter Transformator. Mindestens zwölf Menschen erlitten den Angaben zufolge Rauchvergiftungen. Das Feuer war in einem Strom-Umspannwerk in der Nähe des Atocha-Bahnhofs ausgebrochen, wo am 11. März bei dem Anschlag 191 Menschen ums Leben kamen und fast 1500 weitere verletzte wurden.

Wegen brennbarer Chemikalien in dem Werk kam es zu mehreren Explosionen. Vielerorts fiel der Strom aus, auf den Straßen herrschte ein Verkehrschaos. Es entstanden Schäden in Millionenhöhe.

Die Feuerwehr brachte den Brand am Nachmittag unter Kontrolle. Die Flammen griffen aber auf ein im Bau befindliches Hochhaus über und brachten den Bau zum Einsturz. Eine anliegende Tankstelle wurden von den Flammen verschont. Als Vorsichtsmaßnahme wurde das nahe gelegene Prado-Museum - das bedeutendste Museum des Landes - evakuiert. Mehrere Wohnhäuser und Regierungsgebäude, darunter das Gesundheitsministerium, wurden ebenfalls geräumt. Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz. Es sei einer der schlimmsten Brände der vergangenen 20 Jahre, sagte ein Sprecher.

Im Parlament, der Börse und in mehreren Hotels, Restaurants, Geschäften und Haushalten fiel der Strom aus. Das gesamte Zentrum der Drei-Millionen-Metropole war weiträumig abgesperrt, auch auf einer U-Bahn-Linie musste der Verkehr eingestellt werden. Die riesige Rauchwolke war 30 Kilometer weit zu sehen. Die Rettungsdienste bauten zwei große Zelte zur Versorgung der Opfer auf.