Magdeburg: Weihnachtsmarkt soll doch stattfinden - DER SPIEGEL
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Ein Jahr nach tödlichem Anschlag Magdeburger Weihnachtsmarkt soll doch stattfinden

Die Stadt Magdeburg will bei den Sicherheitsmaßnahmen für den diesjährigen Weihnachtsmarkt so nachschärfen, dass er stattfinden kann. Demnach habe man sich mit dem Landesverwaltungsamt zum Sicherheitskonzept geeinigt.
Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Montag soll die Polizei den Markt begehen
Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Montag soll die Polizei den Markt begehen

Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Montag soll die Polizei den Markt begehen

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Die Buden stehen schon, doch ob sie öffnen dürfen, war unklar: Nun hat Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) verkündet, dass der Magdeburger Weihnachtsmarkt dieses Jahr stattfinden soll. Demnach wolle die Stadt bei den Sicherheitsmaßnahmen nachschärfen. Gemeinsam mit dem Landesverwaltungsamt habe man eine »Vielzahl von risikominimierenden und sicherheitserhöhenden Maßnahmen« abgestimmt, sagte Borris. »Und in Umsetzung dieser Maßnahmen wird die Marktfestsetzung erteilt werden können.« Dabei handelt es sich um die Genehmigung.

Es seien quasi Hausaufgaben abgesprochen worden mit der Beratung der Polizei und mit dem Landesverwaltungsamt. Welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden, wurde nicht gesagt, auch kein Kostenrahmen. »Wir haben jetzt Nachtschichten zu machen, dass die Details ins Sicherheitskonzept einfließen«, sagte Borris weiter. Für den kommenden Montag sei die Begehung des Marktes mit der Polizei geplant, um auch mögliche Nachjustierungen zu prüfen.

Einigung über Sicherheitskonzept mit Landesverwaltungsamt

Das Landesverwaltungsamt hatte der Stadt zuvor mitgeteilt, dass bestimmte Bestandteile im Sicherheitskonzept noch nicht den Anforderungen entsprachen. Nach dem Gespräch mit der Stadt und der Polizei hieß es nun von der Behörde, es sei eine Einigung über das Sicherheitskonzept erzielt worden. »Sicherheit ist wichtiger denn je. Wir müssen gewisse Standards erfüllen – das sind wir den Menschen schuldig«, erklärte Präsident Thomas Pleye.

Am 20. Dezember vergangenen Jahres war ein 50 Jahre alter Arzt aus Saudi-Arabien mit einem Mietwagen über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast. Es starben sechs Menschen, mehr als 300 wurden verletzt. Seit Montag läuft der Prozess gegen den Todesfahrer. Lesen Sie hier mehr dazu.

In Magdeburg hat man sich nach dem Anschlag umfangreich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten lassen und das Sicherheitskonzept grundlegend überarbeitet. Es wurden etwa neue Poller angeschafft. Insgesamt wurden nach Angaben der Stadt rund 250.000 Euro in den Zufahrtsschutz investiert.

kim/dpa