Magier Roy: "Im nächsten Jahr laufe ich" - DER SPIEGEL
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Magier Roy "Im nächsten Jahr laufe ich"

Knapp ein Jahr nachdem sein eigener Tiger ihn lebensgefährlich verletzte, scheint Magier Roy Horn jetzt auf dem Weg der Genesung zu sein. Der 59-Jährige ist optimistisch, im nächsten Jahr wieder laufen zu können.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Noch immer wird der berühmte Tigerbändiger aus Las Vegas rund um die Uhr von Ärzten, Pflegern und Therapeuten betreut. Er sei jedoch zuversichtlich, schon im nächsten Jahr nicht mehr auf den Rollstuhl angewiesen zu sein, berichtet die "Bild"-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.

"Komm im nächsten Jahr wieder, dann laufe ich", habe er der RTL-Moderatorin Frauke Ludowig in Las Vegas versichert. Die 40-Jährige war anlässlich einer Reportage über den Magier nach Nevada gekommen und zeigte sich trotz der gesundheitlichen Besserung "traurig und schocktiert" über den Zustand des Künstlers: "Dieser einst athletische Mann - körperlich nur noch ein Schatten seiner selbst. Aber sobald er spricht, ist er voll da", sagte sie gegenüber der "Bild".

Der aus Deutschland stammende Künstler Horn war am 3. Oktober 2003 während einer Raubtierdressur-Vorstellung von seinem weißen Tiger Montecore angefallen worden. Das Tier hatte ihm dabei die Halsschlagader aufgerissen. Der Magier war eine Minute lang klinisch tot und konnte nur durch zwei Notoperationen gerettet werden. Seit den Eingriffen ist Roy halbseitig gelähmt.

Erstmals schilderte der Magier nun, wie es zu dem Unfall kam. Er habe auf der Bühne plötzlich einen Schwächeanfall erlitten, weil er abends zuvor in seinen 59. Geburtstag reingefeiert habe. Dann sei er gefallen. Sein Tiger Montecore habe "das als Notsituation begriffen" und ihn retten wollen. "Dabei trafen seine scharfen Zähne meine Halsschlagader. Es war ein Unfall, ein Unglück. Wenn der Tiger mich hätte töten wollen, hätte er mich in drei Sekunden zerfleischt", so Horn.