Mainz Soldatin stirbt bei Explosion in Bundeswehrkaserne
Mainz - Die Explosion hatte sich in einer Laboreinrichtung für Lebensmitteluntersuchungen des Zentralen Sanitätsdienstes ereignet. Das Institut analysiere unter anderem Wasserproben aus Bundeswehr-Liegenschaften der vier Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Nordrhein-Westfalen, sagte ein Sprecher.
Bundesverteidigungsminister Peter Struck sprach am Abend von einem "schweren Unglücksfall" für die Bundeswehr. Für die 24 Jahre alte Obergefreite sei jede Hilfe zu spät gekommen, "von den anderen beiden Opfern hoffen wir, dass sie das Unglück überleben".
Das einstöckige Gebäude am Rande des Kasernengeländes wurde weitgehend zerstört. Das Dach stürzte zum Teil ein, Teile der Inneneinrichtung wurden aus dem Gebäude herausgeschleudert. Noch am Abend stand über dem Gebäudekomplex eine Rauchwolke.
Struck betonte, dass ein Anschlag als Ursache auszuschließen sei. Wegen des geplanten Gipfeltreffens von Bush und Bundeskanzler Gerhard Schröder am 23. Februar im Mainz herrscht im Rhein-Main-Gebiet in Sicherheitsfragen derzeit erhöhte Sensibilität.