Majors Minister-Affäre "Es war sensationell gut"
London - John Majors ehemalige Geliebte ist enttäuscht und wütend: Dass der ehemalige Spitzenpolitiker heute nichts Gutes mehr über ihre vierjährige Liebesbeziehung zu sagen habe, entrüste sie, sagte Edwina Currie der "Times" vom Montag. Major, der von 1990 bis 1997 Premierminister war, war am Wochenende in dem Blatt mit den Worten zitiert worden, die Affäre sei das Einzige in seinem Leben, für das er sich schäme.
"Damals hat er sich nicht sehr geschämt", erklärte Currie. Wenigstens streite ihr Ex-Lover die Beziehung, die von 1984 bis 1988 dauerte, nicht ab. Aber "es ist traurig, dass er nicht fähig war, ein nettes Wort zu sagen". Nach ihren Angaben endete die Affäre, als Major in das Kabinett der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher eintrat.
Für Currie war es nach eigener Aussage nicht die erste außereheliche Affäre. Sie beschrieb Major als attraktiven Mann, der wegen seiner Zurückhaltung in der Öffentlichkeit eine Herausforderung gewesen sei. Es sei jedoch einfach gewesen, ihn zu verführen. "Und es war sensationell gut."
Die Beziehung ist durch die Veröffentlichung von Curries Tagebuchaufzeichnungen bekannt geworden.