Überschwemmungen 150 Helfer suchen im Schlamm auf Mallorca nach vermisstem Kind
Rettungskräfte suchen bei Sao Carrio nach vermisstem achtjährigen Jungen
Foto: LLITERES/EPA-EFE/REX/ShutterstockRettungskräfte durchkämmen auf der Suche nach einem Jungen den Nordosten Mallorcas. Dort war laut dem spanischen Fernsehen am Donnerstagabend der Rucksack des Jungen entdeckt worden. Er wird seit dem schweren Unwetter vermisst; 150 Helfer waren nach Angaben der mallorquinischen Zeitung "Ultima Hora" die ganze Nacht im Einsatz.
Neuen Informationen zufolge ist der Junge acht Jahre alt und nicht fünf, wie zuvor in Spanien berichtet worden war. Seine Mutter kam den Angaben zufolge bei den Überflutungen vom Dienstagabend ums Leben.
Bisher wurden zwölf Tote geborgen, darunter drei Deutsche. Nach einem Sturzregen in der Gegend um den Ort Sant Llorenç des Cardassar hatten sich Straßen innerhalb kürzester Zeit in reißende Flüsse verwandelt.
Die Einsatzkräfte schließen nicht aus, dass weitere Menschen unter den Schlammmassen begraben sein könnten. Es würden immer wieder persönliche Gegenstände entdeckt, die befürchten ließen, dass es weitere Vermisste geben könnte, sagte ein Mitglied der Rettungsteams dem Nachrichtensender "Canal 24 Horas".
Das spanische Königspaar will auf die Insel kommen, um sich ein Bild von der Lage im Katastrophengebiet machen. König Felipe soll am Nachmittag mit Ehefrau Letizia nach Mallorca reisen.
Die Heftigkeit des Unwetters überraschte die Behörden: Binnen weniger Stunden fielen etwa 220 Liter Regen pro Quadratmeter, wie die Regionalregierung via Twitter mitteilte. Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr fielen in Deutschland im Schnitt 850 Liter Regen pro Quadratmeter.