Mannheim: 14-Jährige nach Bombendrohung der Schule verwiesen - DER SPIEGEL
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Mannheim 14-Jährige nach Bombendrohung der Schule verwiesen

Trittbrettfahrt mit Folgen: Zwei Mädchen, die kurz nach dem Amoklauf von Winnenden mit einer Bombenexplosion drohten, sind jetzt von ihrer Schule geflogen. Man müsse angesichts zahlreicher Nachahmungstäter ein Signal setzen, sagte der Rektor.
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Mannheim - "Die Klassenkonferenz hat entschieden, sie der Schule zu verweisen", sagte der kommissarische Rektor der Peter-Petersen-Hauptschule in Mannheim, Stephan Hirt. "Wir sehen keine Möglichkeit, sie weiter zu unterrichten."

Der Polizei zufolge hatten die beiden Teenager die Drohung zwei Tage nach dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen geschrieben und den Zettel vor ein Klassenzimmer gelegt. Daraufhin waren etwa tausend Schüler der Hauptschule und des angrenzenden Gymnasiums nach Hause geschickt worden.

Zusätzlich zum Schulverweis müssen die Jugendlichen möglicherweise auch die Kosten für den Feuerwehreinsatz zahlen. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft. Den beiden 14-Jährigen wurden empfohlen, eine schulpsychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. "Die Mädchen brauchen Beistand", sagte Hirt. Sie seien erschrocken über die Konsequenzen. "Wir wollen die Mädchen nicht fallenlassen - aber die Schule musste angesichts der vielen Nachahmer ein Signal setzen." Der blutige Amoklauf vom 11. März 2009 mit insgesamt 16 Toten hatte bundesweit Hunderte Trittbrettfahrer auf den Plan gerufen.

ala/dpa