Maradona: Entziehungskur in Nervenklinik - DER SPIEGEL
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Maradona Entziehungskur in Nervenklinik

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Buenos Aires - Die jüngsten Krankenhausaufenthalte von Diego Maradona sind offenbar auf eine schwere Kokainsucht zurückzuführen, die der frühere argentinische Fußballstar trotz mehrerer Entziehungskuren auf Kuba noch nicht überwunden hat. Maradona war am Wochenende aus einem Krankenhaus in Buenos Aires in eine Nervenklinik am Stadtrand eingeliefert worden. Dort muss er nach Angaben seines persönlichen Arztes Alfredo Cahe ein langes Rehabilitationsprogramm absolvieren.

"Nach meinem Eindruck ist es vielleicht die letzte Chance", sagte der Arzt. "Jeder, der mit einem Drogenabhängigen in der Familie zu tun hatte, weiß, was für eine Tragödie das sein kann." Er habe die Hoffnung, Maradona habe den Ernst der Lage erkannt und werde sein Verhalten ändern, sagte der Arzt weiter. `Bisher hat er das nicht getan."

Die Verlegung Maradonas sei auf Druck von dessen Angehörigen erfolgt. Die Familie hatte bislang stets bestritten, dass die jüngsten Krankenhausaufenthalte des Ex-Weltmeisters mit Drogen zusammenhängen könnten. Er war im April und Anfang Mai jeweils für mehrere Tage wegen Herzproblemen und einer Lungenentzündung auf der Intensivstation behandelt und künstlich beatmet worden.