Marc Wallert: Ende der Geiselhaft in Sicht - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Marc Wallert Ende der Geiselhaft in Sicht

Der auf Jolo festgehaltene Marc Wallert soll nächste Woche freikommen. Unklar ist dagegen das Schicksal des ebenfalls gekidnappten US-Bürgers Jeffrey Schilling. Er befindet sich nach den Angaben seiner Entführer im Hungerstreik.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Manila - Gemeinsam mit Marc Wallert könnten auch fünf weitere Geiseln freigelassen werden, sagte der philippinische Chefunterhändler Robert Aventajado. Er warte noch auf die Rückkehr des libyschen Vermittlers Rajab Azzarouk aus Tripolis, mit dessen Ankunft auf den Philippinen am späten Montagabend gerechnet werde. Dann könnten die Verhandlungen fortgesetzt werden. Die Gespräche mit den Entführern werden Aventajados Einschätzung nach durch das Kidnapping des Amerikaners Schilling nicht belastet.

Mit den Kidnappern der militanten Moslemgruppe Abu Sayyaf sei vereinbart, dass die sechs Europäer gemeinsam auf freien Fuß gesetzt werden, sagte Aventajado. "Ich habe meine Mittelsmänner entsandt, um diese Übereinkunft zu bestätigen. Kurz nach der Ankunft Azzarouks werden wir in der Lage sein, unseren Plan durchzuführen." Neben Marc Wallert sind noch drei Franzosen und zwei Finnen sowie ein Philippiner in der Hand der Kidnapper.

Unterdessen warnten die Entführer des 24-jährigen Schilling die philippinischen Behörden davor, die Verhandlungen hinauszuzögern. Die Kidnapper, die einem anderen Teil der Abu Sayyaf-Gruppe angehören, hatten unter anderem zehn Millionen US-Dollar Lösegeld gefordert. Überdies verlangten sie die Freilassung von drei in den USA inhaftierten arabischen Terroristen.

Schilling befindet sich nach Angaben der Geiselnehmer im Hungerstreik. Der Amerikaner ist Moslem und stammt aus Oakland in Kalifornien. Er soll ein Augenleiden haben und an Asthma leiden. Die USA haben Geldzahlungen abgelehnt.

Mehr lesen über