Marlene Dietrich Überdosis statt Altenheim?
Paris - Demnach nahm das Leinwandidol 1992 eine Überdosis Schlaftabletten. "Sie wollte auf jeden Fall eine Umsiedlung in ein Pflegeheim verhindern", sagte die 76-jährige Amerikanerin Bosquet heute in Paris. Marlene Dietrich habe zwei Tage vor ihrem Tod am 6. Mai 1992 eine Gehirnblutung erlitten und konnte daraufhin nicht mehr allein in ihrer Wohnung bleiben, sagte Bosquet.
Die Schauspielerin, die mit wirklichem Namen Marie Magdalene Dietrich hieß, wurde in ihrer Geburtsstadt Berlin ohne vorherige Autopsie bestattet. Sie hatte in den letzten zwölf Jahren ihres Lebens zurückgezogen in einem Pariser Prominentenviertel gewohnt.
An diesem Donnerstag wird in Deutschland der 100. Geburtstag von Marlene Dietrich gefeiert, die als Leinwand-Vamp mit rauer Stimme das Publikum beeindruckte. Sie drehte mit bedeutenden Regisseuren wie Ernst Lubitsch, Fritz Lang und Alfred Hitchcock. Die Diva verließ Nazi-Deutschland und nahm in den USA die amerikanische Staatsangehörigkeit an. Sie gilt bis heute als Deutschlands einziger Weltstar.