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Der einschüchternde Auftritt mit Tarnfarbe, Schnellfeuerwaffe und schwerem Geschütz vor der Kamera dürfte durchaus beabsichtigt sein. Etwa eine Woche nachdem Schwedens Beitritt zur Nato nach fast zweijährigen Verhandlungen formal besiegelt ist, absolvieren rund 400 Soldaten des Landes erstmals als Mitglied des westlichen Verteidigungsbündnisses eine größere Militärübung. Auf dem Truppenübungsplatz Revingehed in Südschweden trainieren Angehörige des Panzerregiments P7 für den Gefechtsfall.
Ab dem kommenden Jahr soll die Truppe im Rahmen der Nato-Initiative Enhanced Forward Presence in Lettland zum Einsatz kommen. Ziel ist die Abschreckung Russlands. Die verstärkte Präsenz an der Ostflanke des Bündnisses, an der künftig auch Tausende deutsche Soldaten stationiert werden sollen, ist eine Antwort auf Moskaus andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine, der das Sicherheitsgefüge in Europa nachhaltig verändert hat. Schwedens Nato-Beitritt markiert die endgültige Abkehr von einer jahrhundertelangen Tradition, nach der sich das Land zumindest militärisch der Blockfreiheit verpflichtet hatte. Nun kommt dem größten Staat Skandinaviens mit seiner mehrere Tausend Kilometer langen Ostseeküste eine strategische Schlüsselrolle in der Allianz zu.