Martyrium Zwillinge im Kakerlaken-Käfig gehalten
Phoenix - "Sie waren glücklich, uns zu sehen, öffneten die Arme und wollten hochgehoben werden", berichtete Polizistin Jacqui MacConnell über ihren Einsatz am vergangenen Samstag. Die mit Plastiklatten verrammelten Bettchen seien voller Kakerlaken, Kot und Urin gewesen. Allerdings machten die Kinder nach Polizeiangaben einen gesunden, wohlgenährten Eindruck.
Die 42jährige Mutter habe die Kinder nur ein paar Stunden am Tag aus den Verhauen gelassen, wenn sie von der Arbeit nach Hause gekommen sei. Sie habe ausgesagt, ihr 69-jähriger Mann habe die sehr aktiven Jungen in die Käfige beordert, weil er wegen Gesundheitsproblemen nicht mit ihnen fertig geworden sei. Sie habe die Kinder kontrollieren, nicht bestrafen wollen.
Nachbarn berichteten, ein achtjähriger Bruder der Zwillinge habe mehr Freiheiten gehabt. Die Kinderschutzbehörde teilte mit, sie habe nach Beschwerden vor zwei Jahren zwei Mal nach den Zwillingen geschaut und sie draußen spielend und gesund angetroffen. Die Polizei ging jetzt der Sache nach, nachdem ein erwachsener Bruder einem Beamten in dessen Freizeit in einem Lebensmittelgeschäft von den armseligen Lebensbedingungen der Kleinen berichtet habe.