Maschine überbucht 33 Kreuzfahrer entgingen knapp dem Concorde-Inferno
New York - Für den Unglücksflug der Concorde, bei dem am Dienstag in Paris 113 Menschen ums Leben kamen, hatten sich ursprünglich 33 weitere Passagiere angemeldet. Das sagte der Vizepräsident der Air France in den USA, Christopher Korenke, am Dienstagabend vor Journalisten in New York. Die Reisenden seien aber gut fünf Stunden vor der gecharterten Concorde mit einer Linienmaschine des gleichen Typs in Paris gestartet und unbeschadet in New York gelandet.
Der Unglücksflug AF 4590 war von der deutschen Reederei Deilmann gechartert worden. Ziel war New York, wo 99 Passagiere der Concorde nach Reederei-Angaben am Donnerstag mit weiteren 413 Reisenden auf dem Luxusschiff "MS Deutschland" zu einer zweiwöchigen Kreuzfahrt in die Karibik aufbrechen wollten. Bis auf die 99 hatten sich alle anderen Urlauber am Dienstagabend auf dem Fünf-Sterne-Kreuzschiff im New Yorker Hafen eingefunden.
Wegen des äußerst günstigen Angebots hatten 133 Urlauber die Kombination Kreuzfahrt und Flug mit der Concorde gebucht; das heißt, 33 mehr, als in der Chartermaschine Platz hatten. Der Veranstalter brachte die 33 auf dem regulärem Flug unter und bewahrte sie damit vor dem Inferno.
Der Kapitän der "MS Deutschland", Hayo Janssen, gab derweil bei einer Pressekonferenz bekannt, dass er die Kreuzfahrt wie geplant am Donnerstagabend (Ortszeit) fortsetzen werde. Der Luxusliner war am 10. Juli von Cuxhaven aus in See gestochen und am Montag in New York angekommen.