Matthias Reim ist den Ostdeutschen dankbar - DER SPIEGEL
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Matthias Reim Jacko des Ostens

Mit Immobilienprojekten in Ostdeutschland ging Matthias Reim millionenschwer Pleite. Dennoch verbindet der Sänger positive Gefühle mit dem Osten: Für viele Fans dort sei er so groß wie Michael Jackson.
Matthias Reim (Archiv): "Der Osten hat es mir wiedergegeben"
Matthias Reim (Archiv): "Der Osten hat es mir wiedergegeben"

Matthias Reim (Archiv): "Der Osten hat es mir wiedergegeben"

Foto: dapd
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Berlin - Dass er selbstironisch sein kann, bewies Matthias Reim schon vor fünf Jahren: Für eine Werbung des Autoverleihers Sixt dichtete er seinen größten Song um. "Verdammt, ich hab nix", sang Reim, der mit einem Immobilienprojekt Millionen in den Sand gesetzt hatte.

Was der 54-Jährige nun der Wochenzeitung "Die Zeit" erzählte, meint er aber offenbar ernst: "Für viele Ostdeutsche bin ich schon so groß wie Michael Jackson", sagte Reim. Der Schlagersänger führt große Teile seines Erfolgs auf den Zuspruch in Ostdeutschland zurück. Während sich Fans im Westen oft bedingungslos vor englischsprachigen Musikern verbeugten, sei im Osten die Vorliebe für deutsche Musik größer.

Er sei den Ostdeutschen dankbar, obwohl er hier mit Immobiliengeschäften sein Vermögen verloren habe, sagte Reim. Der Osten habe es ihm genommen, "und dann hat er es mir wiedergegeben".

Reim ist eigenen Angaben zufolge seit Mitte 2010 schuldenfrei - auch dank der finanziellen Hilfe seines Bruders. Im Oktober 2010 brachte er sein Album "Sieben Leben" heraus, das hohe Platzierungen in den deutschen Charts erreichte. Seine erfolgreichste Single "Verdammt, ich lieb dich" verkaufte sich seit 1990 etwa 2,5 Millionen Mal.

hut/dpa