MeToo auf der Berlinale: Claudia Eisinger will schwarzen Teppich - DER SPIEGEL
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MeToo: Diese Schauspielerin will einen schwarzen Teppich zur Berlinale

#blackcarpetberlinale
Von Begüm Düzgün
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieser Beitrag wurde am 13.02.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Spätestens seit den Missbrauchsvorwürfen gegen Regisseur Dieter Wedel ist klar: Die MeToo-Debatte ist längst auch in der deutschen Filmbranche fällig. In Hollywood trugen zahlreiche Schauspielerinnen bei der Verleihung der Golden Globes schwarz, um ein Zeichen gegen Sexismus und Machtmissbrauch zu setzen.

In Deutschland sorgten die Veranstalter des Fernsehpreises erst vor wenigen Tagen für heftige Kritik. Der Grund: ein sexistischer und rassistischer Eröffnungstanz (bento). 

Bei der diesjährigen Berlinale soll es anders ablaufen. Zumindest wenn es nach Claudia Eisinger geht. In einer  Online-Petition auf der Plattform Change.org  fordert die Schauspielerin den Berlinale-Direktor Dieter Kosslick nämlich dazu auf, den roten Teppich des Festivals schwarz einzufärben. In der Petition schreibt sie:

In Hollywood trugen die Schauspielerinnen schwarz. In Berlin wollen wir einen schwarzen Teppich.

Claudia Eisinger, 33, Schauspielerin

Mit dem schwarzen Teppich soll Kosslick Solidarität mit der #MeToo-Bewegung zeigen und ein Zeichen "gegen sexistische Übergriffe, Diskriminierung und Missbrauch in der Filmbranche" setzen, so Eisinger. Mit ihrer Forderung ist sie nicht allein. 

Laut Deutschlandfunk.de hat Schauspielkollegin Anna Brüggemann zuvor dazu aufgefordert, bei der Kleiderwahl zur Berlinale auf die klassischen männlichen und weiblichen Rollenbilder zu verzichten (deutschlandfunk.de ). 

Bisher hat Eisingers Petition knapp 18.000 Unterstützer gefunden. Die Berlinale findet zum 68. Mal statt, ihr diesjähriger Auftakt startet am Mittwoch.