Meine Welt - DER SPIEGEL
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BIOGRAFIEN Meine Welt

• aus DER SPIEGEL 19/2008
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Männer und Frauen aus verschiedenen Ländern erzählen aus ihrem Leben, von ihrer Arbeit, ihrem Geld; ihre Biografien sind nicht spektakulär, eigentlich sind sie sogar alltäglich, und trotzdem erzählen sie viel über das Land, in dem sie leben. Joseph Lansana Kormoh zum Beispiel. Er ist 40 Jahre alt, Dozent in Sierra Leone, hat vier Universitätsabschlüsse, verdient umgerechnet knapp 180 Euro im Monat, die er für Lebensmittel, für den Haushalt und Fahrkosten ausgibt. Was sein größtes Problem ist? »Der finanzielle Druck. Die Leute glauben nicht, dass man als Dozent kein Geld hat.« Seit dem Jahr 2000 porträtiert das Wirtschaftsmagazin »brand eins« Menschen unterschiedlichster Herkunft. Wie lebt ein Arzt in England? Ein Lehmbaumeister aus dem Jemen? Oder ein Moscheegehilfe aus dem Libanon? In »Der Mensch. Die kleinste wirtschaftliche Einheit« sind 38 dieser Gespräche zusammengefasst, und jedes von ihnen zeigt: Jeder Mensch besitzt seine eigene Welt. »Keine Globalisierung wird ihn uns jemals so nahebringen wie ein einfaches Gespräch«, schreibt Peter Lau, einer der Herausgeber, im Vorwort.

Gabriele Fischer, Peter Lau (Hg.): »Der Mensch. Die kleinste wirtschaftliche Einheit«. Knesebeck Verlag, München; 160 Seiten; 22 Euro.

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