Melbourne: Streetart von Makatron soll entschärft werden - DER SPIEGEL
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Streetart in Melbourne Streit um den Kama-Sutra-Burger

Ein Graffito in Melbourne löst bei den Anwohnern Diskussionen aus. Manche finden, das Bild mit den kopulierenden Menschen in einem Cheeseburger sei zu anzüglich. Nun gibt es einen Kompromiss.
Der Kama-Sutra-Burger in Melbourne: Streetart von Makatron soll entschärft werden
Der Kama-Sutra-Burger in Melbourne: Streetart von Makatron soll entschärft werden

Der Kama-Sutra-Burger in Melbourne: Streetart von Makatron soll entschärft werden

Foto: Mike Makatron
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Sex und Cheeseburger - für einige Leute passt das perfekt zusammen. Zum Beispiel für den australischen Graffiti-Künstler Mike Makatron. Als er also von einem Geschäftsinhaber in Brunswick gebeten wurde, seine Fassade zu verschönern, schuf er ein Kunstwerk: den Kama-Sutra-Burger.

Zu sehen sind Menschen jeder Couleur, die sich zwischen Käse und Salatblättern lustvoll umeinander schlingen. Doch das traf nicht jedermanns Geschmack.

Offenbar fanden Anwohner den Burger schwer verdaulich. Beim verantwortlichen Stadtrat seien Beschwerden eingegangen, zitiert  der "Guardian" die Bürgermeisterin des Bezirks Moreland, Meghan Hopper. "Kunst liegt natürlich immer im Auge des Betrachters", so Hopper. "Aber unser Team des Kunst- und Kulturministeriums ist der Meinung, dass einige Teile des Wandbilds mehrere Grenzen überschritten haben könnten."

An anderer Stelle wurde man konkreter. Es gehe nicht so sehr um die Nacktheit, sondern um den "Sexakt", sagte  ein anonymer Ratssprecher dem Portal "Mashable".

Sein Kama-Sutra-Burger sei ein sozialkritischer Kommentar am Sex-Sells-Phänomen, widersprach Künstler Makatron bei "Mashable". Gleichzeitig wolle er damit die menschliche Vielfalt ehren, verschiedene Körperformen, Farben, Geschmäcker. Leider sei das wohl von einigen in der Öffentlichkeit nicht verstanden worden.

Den Berichten zufolge hat der Stadtrat den Künstler nun gebeten, das Wandgemälde zu verändern. Man wolle das Gesamtwerk jedoch erhalten.

Makatron reagierte kompromissbereit. "Ich wurde noch nie zensiert, aber auch wenn es nicht direkt ein Vergnügen ist, sich den Wünschen mancher Leute anzupassen, kann ich doch verstehen, dass der Stadtrat einen Mittelweg finden will." Seine Unterstützer zeigten sich weniger offen für die Idee. Auf change.org wurde eine Petition  gegen die Veränderung des Bildes gestartet.

gam

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