Mensa-Essen Schakal statt Rindfleisch?
Dhaka - Mensa-Essen hat ohnehin schon ein schlechten Ruf. Ein Koch aus Bangladesch ruinierte das Renommée der Univerpflegung nun noch mehr und trieb hunderte von Studenten der Universität von Rajshahi (340 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Dhaka) zu Protestaktionen auf die Straße. Nachdem am Freitag Gerüchte die Runde gemacht hatten, beim Rindfleischgericht des Tages handele es sich in Wirklichkeit um Fleisch vom Schakal, hatten die erbosten Studenten die Cafeteria gestürmt, um den Koch zur Rede zu stellen. Wie die Tageszeitung "The Bangladesh Observer" berichtet, steigerte sich der Aufruhr noch, als die herbeigerufene Polizei in der Mensaküche tatsächlich den Kopf und die Innereien eines geschlachteten Schakals zu Tage förderte.
Mensa-Chef Mohammad Hasan, der vorsorglich festgenommen wurde, hatte für die Indizien jedoch eine einfache Erklärung parat: Er habe ein Schakalgericht für seine kranke Mutter zubereiten wollen, nachdem ihm ein traditioneller Heiler erzählt habe, dass dies gegen chronisches Rheuma helfe. Den Studenten habe er das wilde Tier jedoch nicht serviert.