Menschenhandel: Kinder für Kamelrennen verkauft - DER SPIEGEL
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Menschenhandel Kinder für Kamelrennen verkauft

Ein Gericht in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka hat vier Kinderhändler zu lebenslanger Haft verurteilt. Ihnen wird vorgeworfen, Minderjährige als Jockeys für gefährliche Kamelrennen nach Dubai verkauft zu haben.
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Dhaka - Zwei Männer und zwei Frauen haben dem Gericht zufolge in den Slums am Rande Dhakas gezielt nach Kindern Ausschau gehalten, um sie für den lebensgefährlichen Job in den Vereinigten Arabischen Emiraten abzuwerben. Den Familien der Minderjährigen versprachen sie ein stattliches Einkommen aus verschiedenen lukrativen Jobs.

Die Vorsitzende der Nationalen Anwältinnen-Vereinigung in Bangladesch, Salma Ali, berichtete, dass in den vergangenen Jahren zahlreiche Kinder bei solchen Kamelrennen getötet wurden. Die Wettbewerbe werden als Freizeitvergnügen vor allem von Reichen betrieben. Die steigende Nachfrage nach Kinderjockeys werde vor allem von professionellen Kinderhändlern befriedigt, so die Vorsitzende. Auf Grund der Intervention der Anwältinnen-Vereinigung war das Verfahren gegen die Menschenhändler 1996 angestrengt worden, das nun mit dem Schuldspruch ein Ende fand.