Mette-Marit Bruder zu 60 Tagen Haft verurteilt
Hamburg - Vor dem Gericht im südnorwegischen Kristiansand räumte Espen Hoiby ein, seine Ex-Freundin geschubst zu haben. Der 44-jährige Pilot bestritt jedoch, dass er die Frau absichtlich verletzt habe. Er war von ihr beschuldigt worden, sie zu Boden geschlagen und dann gegen ihren Kopf und gegen andere Körperteile getreten zu haben. Bei dem Streit brach sie sich einen Finger.
Das Gericht schenkte seiner Darstellung keinen Glauben, sondern verurteilte ihn zu 60 Tagen Gefängnis und einer Geldstrafe von 40.000 Kronen (rund 4850 Euro). Es sah es auch als erwiesen an, dass Hoiby die Frau bei einer früheren Gelegenheit gewaltsam hinter sich herschleifte.
Hoiby kündigte gegen das Urteil Berufung ein. Er arbeitet als Pilot für die skandinavische Fluggesellschaft SAS. Nach Angaben des Unternehmens fliegt er für die Dauer des Gerichtsverfahrens keine Passagiermaschinen. "Er wird während des Berufungsverfahrens in der Firma bleiben, aber andere Aufgaben übernehmen", sagte ein SAS-Sprecher.
Mette-Marit, die im Januar ein Baby erwartet, war als einzige der vier Hoiby-Geschwister nicht zu dem Prozess gekommen. Die 30-Jährige trat am Montag ihre neue Arbeit als Praktikantin der norwegischen Entwicklungshilfeagentur "Norad" an. Bis Weihnachten wird die Ehefrau von Kronprinz Haakon zwei Tage in der Woche arbeiten. Als Sachbearbeiterin für die südafrikanischen Staaten Sambia und Malawi wird sie sich mit der akuten HIV- und Aids-Problematik in diesen Ländern beschäftigen.