Tropensturm in Mexiko Dutzende Tote bei Überschwemmungen
Tropensturm "Earl" hinterlässt schwere Verwüstungen in Mexiko
Foto: HENRY ROMERO/ REUTERSStarker Regen hat im Südosten von Mexiko die Erde ins Rutschen gebracht und Flüsse über die Ufer treten lassen. Mindestens 45 Menschen wurden durch den Tropensturm "Earl" in den Tod gerissen. Schlammlawinen zerstörten Häuser und Straßen, zahlreiche Menschen wurden obdachlos.
Allein im Bundesstaat Puebla kamen 32 Menschen ums Leben, wie Gouverneur Rafael Moreno Valle mitteilte. Im benachbarten Veracruz gab es nach Angaben des Zivilschutzes 13 Tote. 18 Gemeinden waren dort durch Erdrutsche und über die Ufer getretene Flüsse zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten. Mehr als 1200 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, sagte Gouverneur Javier Duarte.
Das Innenministerium rief für drei Gemeinden in Puebla den Notstand aus. Damit wurden Mittel aus einem Notfallfonds freigegeben. "Es ist ein schwerer Tag für die Menschen in Puebla. Es lässt sich nicht mit Worten beschreiben. Danke an alle, die helfen", sagte Gouverneur Moreno Valle. In Puebla war unter anderem vor allem die Gemeinde Huauchinango - 140 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt betroffen.
Mitgefühl von Papst Franziskus
Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto kondolierte den Angehörigen der Opfer. Er wies die Minister an, bei der Nothilfe eng zusammenzuarbeiten. Der Staatschef versprach den Betroffenen Unterstützung.
Auch Papst Franziskus beklagte die Opfer in einem Kondolenzschreiben. Er rief die Menschen in der Region zur Solidarität auf und forderte die Behörden auf, nicht den Mut zu verlieren.
Mit Hurrikanstärke war "Earl" in der vergangenen Woche auf Belize getroffen. Am Wochenende schwächte er sich auf seinem Weg über das Festland zwar zu einem tropischen Tiefdruckgebiet ab, brachte aber starken Regen nach Mexiko.
Unterdessen zog über dem Pazifik "Javier" auf die Küste des Bundesstaats Baja California Sur zu. Der Sturm schwächte sich am Dienstag zu einem tropischen Tiefdruckgebiet ab. Der Wetterdienst warnte vor heftigen Niederschlägen.