Mexiko: Popocatepetl spuckt Lava und Asche - DER SPIEGEL
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Mexiko Popocatepetl spuckt Lava und Asche

In Mexiko ist der Vulkan Popocatepetl ausgebrochen. Die Behörden haben 41.000 Anwohner zum Verlassen ihrer Dörfer aufgefordert. Trotzdem harren mehr als 25.000 Menschen weiter dort aus.
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Mexiko-Stadt - Angesichts einer der stärksten Eruptionen seit sechs Jahren haben am Montag rund 20.000 Menschen ihre Dörfer am Fuße des Vulkans verlassen. Der mexikanische Präsident Vicente Fox sagte nach einer Krisensitzung des Kabinetts, die Behörden hielten die höchste Alarmstufe aufrecht, "weil die Bedrohung noch lange nicht vorbei ist". Kleinere Partikel des Ausstoßes seien bis zu zehn Kilometer vom Krater entfernt gelandet. Die bis zu vier Kilometer hoch aufgestiegenen Aschewolken seien an den größeren Städten vorbeigezogen.

Ob die Lavaströme Dörfer bedrohen werden, war zunächst nicht abzusehen. Innenminister Santiago Creel sagte, der Vulkan sei wie ein riesiger Dampfkochtopf. "Das kann zu einer Situation führen, wie wir sie noch nie erlebt haben", fügte er hinzu. Der Vulkanologe Servando de la Cruz erklärte, es habe am Montag eine relativ moderate, gut einstündige Eruption gegeben. "Es hätte schlimmer kommen können, wenn es sich um eine kurze, gewaltige Eruption gehandelt hätte", fügte er hinzu. In den kommenden Stunden werde sich zeigen, ob sich im Vulkan erneut Energie aufbaue. Weitere Eruptionen könnten die Folge sein.

Das örtliche Fernsehen zeigte Bilder von der Eruption, die auf dem Bildschirm wie ein gigantisches Feuerwerk wirkte. Die Behörden haben seit Samstag die Einwohner im Umkreis von zehn Kilometer um den Popocatepetl aufgerufen, ihre Dörfer angesichts der unkalkulierbaren Situation zu räumen. Die meisten blieben aber, weil sie ihren Besitz nicht Plünderern überlassen wollten.

Vergangene Woche war die aktivste Phase des Popocatepetl seit zwei Jahren. Asche und Dampf wurden bis zu zwei Kilometer hoch in die Luft geschleudert. Zuletzt wurde die unmittelbare Umgebung vor sechs Jahren evakuiert, damals wurde der 5365 Meter hohe Vulkan erstmals seit einem Ausbruch von 1927 wieder aktiv. Eine Katastrophe löste der Popocatepetl zuletzt vor 800 Jahren aus. Die 20 Millionen Einwohner zählende Hauptstadt Mexiko-Stadt liegt 65 Kilometer entfernt.