Mexiko versteigert Autos von Drogenhändlern - DER SPIEGEL
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Mexiko: Die Fahrzeuge der Kartelle

Foto: Pedro PARDO / AFP

Versteigerung von Kartell-Autos in Mexiko Die Karossen der Drogenbosse

Ein Lamborghini, ein Ford Mustang, ein VW Käfer: In Mexiko kommen Dutzende Fahrzeuge zwielichtiger Vorbesitzer unter den Hammer. Die Regierung weiß auch schon, was mit dem Erlös geschehen soll.
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Die mexikanische Regierung hat zu einer ganz besonderen Auktion eingeladen: Am kommenden Sonntag werden in der ehemaligen Präsidentenresidenz Los Pinos in Mexiko-Stadt Autos versteigert, die einst Drogenbossen gehörten. Im Angebot sind Dutzende Fahrzeuge, darunter ein VW-Käfer zum Startpreis von 10.000 Pesos (470 Euro) oder ein Lamborghini Murciélago ab 1,47 Millionen Peso (69.000 Euro).

Später sind auch noch Versteigerungen von Immobilien und Schmuck geplant - auch aus dem Besitz eines korrupten Politikers. "Alles, was wir beschlagnahmen, soll den Menschen zugutekommen", sagte der linksnationalistische Präsident Andrés Manuel López Obrador. Die Einnahmen der Auktionen seien für arme Gemeinden in den Bundesstaaten Oaxaca und Guerrero bestimmt. Eine Unterabteilung des Finanzministeriums wickelt die Versteigerung ab.

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Mexiko: Die Fahrzeuge der Kartelle

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López Obrador hatte vor Kurzem versprochen, ein "Robin-Hood-Institut" werde dem Volk das Diebesgut von Verbrechern und Korrupten zurückgeben. Er will auch den Präsidentenflieger und die Hubschrauber-Flotte der Regierung verkaufen. Das Staatsoberhaupt selbst fährt einen VW Jetta. Kritiker werfen dem Politiker wegen seiner zur Schau getragenen Bescheidenheit Populismus vor.

Drogenkartelle kontrollieren Teile Mexikos, Korruption ist verbreitet. OECD-Experten schätzen, das Land verliere jedes Jahr fünf bis neun Prozent seiner Wirtschaftsleistung durch Korruption. Der Präsident war angetreten, das Übel zu bekämpfen, fand aber Kritikern zufolge bis jetzt keine Lösung (lesen Sie hier mehr darüber). Sicherheitsexperten fordern schon lange, die Finanzstrukturen der Verbrechersyndikate zu zerschlagen, statt immer Jagd auf die Kartellbosse zu machen.

jpz/dpa/Reuters

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