MH370: "Es bleibt ein Rätsel" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Verschwundener Flug MH370 Malaysia Airlines weist Vorwürfe von Hinterbliebenen zurück

Vor einem Jahr verschwand Flug MH370 - und mit ihm 239 Passagiere. Jetzt kam heraus, dass eine Batterie des Ortungsgeräts abgelaufen war. Doch die Fluggesellschaft sieht darin nicht die Ursache für die erfolglose Suche.
Vermisster Flug MH370: Die Suche geht weiter
Vermisster Flug MH370: Die Suche geht weiter

Vermisster Flug MH370: Die Suche geht weiter

Foto: OLIVIA HARRIS/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kuala Lumpur - Nach Erscheinen eines neuen Untersuchungsberichts zum Verschwinden des Fluges MH370 hat die Fluggesellschaft Malaysia Airlines Vorwürfe zurückgewiesen. Der Studie des malaysischen Transportministeriums zufolge war die Batterie zum Betrieb des Unterwasser-Ortungsgeräts für den Flugdatenschreiber abgelaufen.

Die Anwälte von Opferangehörigen erklärten, diese Erkenntnis sei ein Schlüssel für eine Schadensersatzklage gegen die Fluglinie. Die Verantwortlichen von Malaysia Airline betonten, eine intakte Batterie hätte die Suche nach der Maschine nicht erleichtert.

Kein Beleg für eine Unglücksursache

Die Boeing 777 war am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord nach dem Start in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur vom Radar verschwunden. Seither fehlt jede Spur. Die Maschine sollte in der chinesischen Hauptstadt Peking landen. Die Batterie für das Unterwasser-Ortungsgerät war im Dezember 2012 abgelaufen und nicht erneuert worden. Malaysia Airlines wies aber darauf hin, dass die Batterie für den Stimmenrekorder ausgetauscht worden sei und funktioniert habe.

Die Ursache für das Verschwinden ist auch nach dem jüngsten Bericht unklar. "Es bleibt ein Rätsel", sagte der Hamburger Flugsicherheitsexperte Jan Richter SPIEGEL ONLINE. "Vielleicht muss man akzeptieren, dass man es nicht lösen kann." Belege für eine bestimmte Unglücksursache gebe es nicht.

Die chinesische und die malaysische Regierung versprachen, die Untersuchung fortzusetzen. Das Wrack wird im Indischen Ozean vermutet, etwa 2000 Kilometer westlich von Perth. Dort ist das Wasser mehr als 4500 Meter tief, Berge und steile Klippen zerfurchen den Meeresboden.

Angehörige werfen den malaysischen Behörden vor, die Öffentlichkeit nicht ausreichend zu informieren. Malaysia Airlines hatte den Vorfall im Januar offiziell als Unfall deklariert.

sms/Reuters/dpa