Unruhen in Ferguson Polizisten nehmen weitere Demonstranten fest
Don't shoot: Ein Demonstrant geht in Ferguson mit erhobenen Händen an Polizisten vorbei
Foto: Joshua Lott / REUTERSFerguson/St. Louis - In der von Krawallen erschütterten Stadt Ferguson hat die Polizei am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) wieder Demonstranten festgenommen. Sie sollen Wasserflaschen aus Plastik auf die Beamten geworfen haben, meldet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf den US-Fernsehsender CNN. Davon abgesehen blieb es in der zehnten Protestnacht in der US-Kleinstadt aber weitgehend friedlich.
Hunderte Menschen protestierten auf der Hauptstraße von Ferguson mit Plakaten und Sprechchören gegen Gewalt gegen Afroamerikaner. Die Beamten standen schwer bewaffnet und mit gepanzerten Fahrzeugen in Seitenstraßen bereit, hielten sich aber nach Berichten der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters lange Zeit zurück.
Stunden zuvor hatte es einen erneuten Zwischenfall unweit von Ferguson gegeben: Polizisten hatten in St. Louis einen Afroamerikaner erschossen. Der 23-Jährige habe die Beamten mit einem Messer bedroht, sagte Polizeichef Sam Dotson. Die genauen Umstände des Vorfalls würden noch untersucht.
Die tödlichen Schüsse eines weißen Beamten auf den 18 Jahre alten unbewaffneten Afroamerikaner Michael Brown vor mehr als einer Woche hatten die Proteste ausgelöst. Auch eine Ausgangssperre konnte nicht verhindern, dass es seither immer wieder zu Ausschreitungen kommt.
Justizminister Eric Holder wird am Mittwoch in Ferguson erwartet, um sich ein Bild von der Lage zu verschaffen. Auch das Justizministerium und die Bundespolizei FBI ermitteln.