Michelle in Psychiatrie: "Sicher wie im Mutterleib" - DER SPIEGEL
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Michelle in Psychiatrie "Sicher wie im Mutterleib"

Kurz nach ihrem Kollaps Ende Mai ist Sängerin Michelle für eine Woche in eine geschlossene Anstalt eingeliefert worden. Sie habe Angst gehabt, dort verrückt zu werden, sagte die 32-Jährige in einem Interview. Gleichzeitig habe sie die Zeit dort genossen.
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Köln - "Hier kommst du nicht mehr raus", habe sie am Anfang gedacht, berichtete die Sängerin des Hits "Wer wahre Liebe lebt" der "Bild"-Zeitung. Sie habe zunächst gar nicht gewusst, warum sie eingeliefert worden sei: "Ich habe mir gedacht, was mache ich hier eigentlich? Hier gehöre ich doch gar nicht hin. Aber die Ärzte meinten, es sei das Beste für mich."

Michelle war am 25. Mai ohnmächtig in ihrer Kölner Wohnung gefunden und sofort in eine Klinik gebracht worden. Dort hatten sie Ärzte in ein künstliches Koma versetzt. Wie sich herausstellte, war die Musikerin offensichtlich völlig dehydriert. Nach ihrer körperlichen Genesung wurde Michelle jedoch nicht sofort entlassen, sondern stattdessen zur Beobachtung in die geschlossene Psychatrie der Bonner Universitätsklinik eingeliefert.

"Das war ziemlich heftig", sagte die inzwischen erholte Schlagerprinzessin. "Es gab keinen Fernseher, kein Radio, kein Telefon. Ich war von der Außenwelt komplett abgeschlossen." Sie sei rund um die Uhr kontrolliert worden. Die Zeit in der Psychatrie habe sie sogar genossen, weil niemand an sie herangekommen sei, sagte Michelle: "Ich fühlte mich wie im Mutterleib, so sicher und geborgen." Schlimm sei es nur gewesen, als sie wieder entlassen worden sei. Da habe sie nur gedacht: "Jetzt musst du wieder raus in diese böse Welt, jetzt bist du wieder angreifbar."

Michelle war zuletzt durch einen Unterhaltsstreit mit ihrem Ex-Freund, dem Sänger Matthias Reim, aufgefallen. Vor einem Jahr hatte sie einen Schlaganfall erlitten.