Außenpolitik Mildere Töne
Als Botschafter der Ukraine in Deutschland sorgte Andrij Melnyk mit seinen oftmals harschen Worten wiederholt für Unmut – jetzt will er diesen teils rabiaten Stil ändern. Anlass ist sein künftiger Posten: Er wird Botschafter in Brasilien. »Ganz bestimmt wird es keine blinde Nachahmung des Undiplomatisch-Seins geben, das während meiner Amtszeit, vor allem seit dem Kriegsausbruch, in Berlin erforderlich erschien«, sagte Melnyk dem SPIEGEL.
Frauen und Kinder zuletzt
Die Ampelkoalition hat vor lauter Krisen die Familienpolitik vernachlässigt. Das rächt sich jetzt. Eltern und Kinder fühlen sich im Stich gelassen, ihr Alltag ist aufreibend. Und in der Koalition ist der Streit um Kosten und Konzepte entbrannt. Was wird aus Ehegattensplitting und Elterngeld?
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Zurzeit ist er einer der Vizeaußenminister der Ukraine – doch auch in dem Amt kein Mann der leisen Töne. Zuletzt hatte er seinen Nachfolger in der Berliner Botschaft kritisiert und auf Twitter mit Angriffen gegen den deutschen Militärexperten Carlo Masala für Empörung gesorgt. In der brasilianischen Hauptstadt Brasilia tritt Melnyk seinen Posten voraussichtlich Mitte August an. Portugiesisch lernt er schon, nun will er einen »passenden menschlichen Schlüssel zu den Herzen und Köpfen« der Menschen in Brasilien finden. Es gehe darum, Gesellschaft und Politik »den Schmerz und das Leid der Ukrainer wegen des barbarischen Krieges Moskaus hautnah spüren« zu lassen. Unter anderem will er die 2009 vereinbarte strategische Partnerschaft beider Staaten erneuern. Zuletzt hatte Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva einen engen Berater zu Gesprächen nach Moskau und später nach Kiew geschickt.