Mildere Töne - DER SPIEGEL
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Außenpolitik Mildere Töne

• aus DER SPIEGEL 29/2023

Als Botschafter der Ukraine in Deutschland sorgte Andrij Melnyk mit seinen oftmals harschen Worten wiederholt für Unmut – jetzt will er diesen teils rabiaten Stil ändern. Anlass ist sein künftiger Posten: Er wird Botschafter in Brasilien. »Ganz bestimmt wird es keine blinde Nachahmung des Undi­plomatisch-Seins geben, das während meiner Amtszeit, vor allem seit dem Kriegsausbruch, in Berlin erforderlich erschien«, sagte Melnyk dem SPIEGEL.

Aus: DER SPIEGEL 29/2023
Foto: Pete Reynolds / DER SPIEGEL

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Zurzeit ist er einer der Vizeaußenminister der Ukraine – doch auch in dem Amt kein Mann der leisen Töne. Zuletzt hatte er seinen Nachfolger in der Berliner Botschaft kritisiert und auf Twitter mit Angriffen gegen den deutschen Militär­experten Carlo Masala für Empörung gesorgt. In der brasilianischen Hauptstadt Brasilia tritt Melnyk seinen Posten voraussichtlich Mitte August an. Portugiesisch lernt er schon, nun will er einen »passenden menschlichen Schlüssel zu den Herzen und Köpfen« der Menschen in Brasilien finden. Es gehe darum, Gesellschaft und Politik »den Schmerz und das Leid der Ukrainer wegen des barbarischen Krieges Moskaus hautnah spüren« zu lassen. Unter anderem will er die 2009 vereinbarte strategische Partnerschaft beider Staaten erneuern. Zuletzt hatte Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva einen engen Berater zu Gesprächen nach Moskau und später nach Kiew geschickt.

sev
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