Millionär zu gewinnen: TV-Kuppelshow jetzt auch in Europa - DER SPIEGEL
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Millionär zu gewinnen TV-Kuppelshow jetzt auch in Europa

Bei einer holländischen TV-Show hat eine 29-Jährige einen Millionär "gewonnen". Vor laufenden Kameras gaben sich die beiden das Ja-Wort, obwohl sie sich bis fünf Minuten vor der Trauung noch nie gesehen hatten.
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Aalsmeer - Der 33 Jahre alte Millionär war der Hauptpreis in der TV-Show "Ja, ich will einen Millionär" bei dem Privatsender RTL 4. Bei der europaweiten Premiere sagten die Kandidatin Coby Bos und der schwerreiche Stefan Kerkhofs beide laut "Ja" auf die Frage des Standesbeamten, ob sie einander heiraten wollten. Danach wechselten sie die mit Diamanten besetzten Ringe. Die eigentliche Hochzeit soll in zwei Wochen gefeiert werden. Nach niederländischem Recht muss ein Brautpaar nach dem Aufgebot eine zweiwöchige Frist einhalten.

Vor einer Woche hatten 46 Frauen um den unbekannten Millionär in der TV-Show geworben. Er hatte dann fünf ausgewählt. Diese wurden in der vergangenen Woche in täglichen Sendungen den Zuschauern vorgestellt. Aus den drei letzten Brautkandidatinnen wählte Kerkhofs nun seine Braut Coby - und folgte damit auch dem Rat seiner Mutter.

Der frisch gebackene TV-Bräutigam verdiente seine Millionen durch die Organisation spektakulärer Attraktionen wie etwa Bungy-Jumping. Er habe die letzten 13 Jahre nur für die Arbeit gelebt und keine Zeit für die Liebe gehabt, sagte Kerkhofs. Daher habe er den TV-Sender als Heiratsvermittler eingeschaltet. In Deutschland beginnt am 28. Oktober eine ähnliche Show bei Sat 1 unter dem Titel "Wer heiratet den Millionär?", moderiert von Jörg Wontorra.

Bei der Braut schien es Liebe auf den ersten Blick zu sein. "Ich finde ihn überwältigend", sagte Coby, als sie ihren künftigen Ehemann ganze fünf Minuten vor dem Ja-Wort zum ersten Mal sah. Die 29-jährige, lang gewachsene Holländerin mit kurzen blonden Haaren wuchs in einer großen, streng protestantischen Familie auf einem Bauernhof auf. Einziger Wermutstropfen an ihrem schönsten Tag: Ihre Mutter war nicht dabei. Sie hatte es aus Glaubensgründen abgelehnt, am Sonntag in ein Fernsehstudio zu kommen.