Mindestens neun Tote: Tornado ebnet US-Kleinstadt ein - DER SPIEGEL
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Mindestens neun Tote Tornado ebnet US-Kleinstadt ein

Ein Tornado hat eine Kleinstadt im US-Staat Kansas praktisch dem Erdboden gleich gemacht. Mindestens neun Menschen wurden nach offiziellen Angaben getötet, mehr als 50 weitere zum Teil schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.
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Greensburg - Der Tornado zog am Freitagabend eine Schneise der Verwüstung durch Mittel-Kansas. In der am schlimmsten betroffenen Stadt Greensburg wurden das Rathaus, die beiden weiterführenden Schulen, der Wasserturm und weite Teile des Gewerbegebiets nach Angaben eines Sprechers der Stadtverwaltung zerstört.

Überlebende versammeln sich auf einem Parkplatz in Greensburg

Überlebende versammeln sich auf einem Parkplatz in Greensburg

Foto: AP

"Es ist ungeheuerlich, wenn man über das Gebiet fliegt, sieht man nichts als Trümmer", sagte Sharon Watson vom Kansas- Rettungsdienst. Die Behörden riefen in der 1500 Einwohner zählenden Kleinstadt den Notstand aus und ordneten die Räumung an.

Nach Angaben der Stadtverwaltung haben die meisten Einwohner von Greensburg alles verloren. 90 Prozent der Stadt seien beschädigt, sagte Sprecher Steve Hewitt. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten würden behindert, weil das Telefonsystem zusammengebrochen sei. Darüber hinaus hätten auch alle Mitarbeiter von Behörden ihr Eigentum verloren und müssten sich um ihre Familien kümmern. Polizisten mit Spürhunden durchsuchten jedes Haus einzeln nach möglichen weiteren Verschütteten.

Im umliegenden Bezirk Kiowa stürzte die Windhose Eisenbahnwaggons um, die Feuerwehr entsandte deswegen Experten für Gefahrgüter. Der Wetterdienst in Dodge City erklärte, ersten Berichten zufolge sei der Tornado mehr als einen Kilometer breit gewesen.

itz/AP