FORSCHUNG Mini-Rock
Mit diesem Instrument hätte sogar Jimi Hendrix Probleme gehabt: Es ist so klein, dass man es mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Forscher an der Cornell University im US-Bundesstaat New York haben die Gitarre entwickelt, um Laien die physikalische Arbeit im Nanometerbereich anschaulich zu machen. Ganze 40 Mikrometer misst die kleinste spielbare Gitarre der Welt, eine Nachbildung des Modells Gibson Flying V - würde man 100 von ihnen aneinander reihen, ergäbe sich die Länge eines Streichholzkopfs. Um sie zum Klingen zu bringen, brauchen die Forscher Hilfe: Mit einem Laser strahlen sie eine der sechs Siliciumsaiten an. Das Licht wird reflektiert und elektronisch in Töne umgewandelt. Eine ernsthafte Konkurrenz zu handelsüblichen Gitarren ist das Nano-Instrument kaum. Zwar könnte man von ihm problemlos Tausende pro Tag herstellen, und auch der Stückpreis läge nur bei ein paar Cent, doch musikalische Höhenflüge wären nicht möglich: Die Kleinst-Gitarre erzeugt nur wenige, einfache Töne.