Miss France: Premiere im Bikini - DER SPIEGEL
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Miss France Premiere im Bikini

Mehr Haut = mehr Quote: Mit diesem einfachen Rezept versuchten die Organisatoren der Wahl zur Miss France, der sinkenden Popularität des Wettbewerbs auf die Sprünge zu helfen. Das Publikum durfte mitwählen - und kürte eine 19-Jährige Studentin zu Frankreichs schönster Frau.
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Cannes - Mit einem Sieg, sagte die 19-jährige Touristik-Studentin Alexandra Rosenfeld nach Bekanntgabe des Jury-Verdikts, habe sie ja nie gerechnet. Sie sei gar nicht richtig darauf vorbereitet, schon ab Sonntag die ersten Termine als Miss France 2006 wahrzunehmen.

Das wird sie wohl kaum hindern. Unter Tränen der Rührung nahm die blondhaarige Schönheit am Samstagabend im südfranzösischen Cannes ihr Krönchen aus der Hand ihrer Vorgängerin Cindy Fabre entgegen - und dürfte damit eine neue Phase von unbestimmter Dauer in ihrem Leben eingeleitet haben. Bisher war sie amtierende Miss Languedoc, was im ernst nur wenige Menschen interessieren dürfte: Zur schönsten Frau Frankreichs gekürt jedoch gehört Rosenfeld nun für zumindest ein Jahr zur A-Prominenz.

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Miss France 2005: Zum Sieg gelächelt

Foto: AP

Bei der mehr als dreistündigen Veranstaltung waren die letzten zwölf von 45 Kandidatinnen erstmals auch im Bikini defiliert. Bisher waren nur einteilige Badeanzüge erlaubt. Die Veranstalter beugten sich dem Zeitgeist, zumal die live im Fernsehen übertragene Veranstaltung immer weniger Zuschauer anlockte.

Die fünf Finalistinnen mussten sich dann den Fragen der Jury unter dem Vorsitz von Laetitia Hallyday stellen, der unter anderen auch ihr Mann und Rockstar Johnny Hallyday sowie die Schauspieler Jean Reno und Mathilde Seigner angehörten. Auch mehr als 300.000 Fernsehzuschauer stimmten per Telefon ab; ihr Votum zählte zu einem Drittel. Rosenfeld lächelte dabei die Konkurrentinnen souverän an die Wand.

Die Affäre um ein Magazinfoto, auf der eine der 45 Miss-Anwärterinnen mit einer obszönen Geste zu sehen war, löste sich offenbar in Wohlgefallen auf. Da das Gesicht der jungen Dame nicht zu erkennen war, erklärte die Präsidentin des Miss-France-Komitees, Geneviève de Fontenay, die Sache für beendet. Andernfalls hätte die Kandidatin ausgeschlossen werden können.