Missbrauchsprozess: Ex-Frau nennt Jackson guten Vater - DER SPIEGEL
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Missbrauchsprozess Ex-Frau nennt Jackson guten Vater

Der wegen Kindesmissbrauchs angeklagte Popstar Michael Jackson ist von seiner Ex-Frau Debbie Rowe als guter Vater, der großartig mit Kindern umgehe, gepriesen worden. Unter Tränen kritisierte die 46-Jährige jedoch Jacksons Umfeld.
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Santa Maria - Vor dem Gericht im kalifornischen Santa Maria bezeichnete Rowe gestern Jacksons Helfer als "opportunistische Geier", die den Popstar ausnutzen würden. Rowe bekräftigte ihre überraschende Aussage vom Vortag, dass sie von Jackson nicht gedrängt worden sei, sich positiv über den Popstar zu äußern. In einem Entlastungsvideo habe sie aus freien Stücken gut über Jackson geredet.

Rowe räumte jedoch ein, dass sie Jackson einen Gefallen tun wollte und darauf hoffte, ihre Kinder wiederzusehen. Zum Zeitpunkt des Interviews im Frühjahr 2003 hatte sie die gemeinsamen Kinder Paris und Prince Michael schon zweieinhalb Jahre nicht mehr besuchen dürfen. Rowe hatte 2001 das Sorgerecht für die jetzt sieben und acht Jahre alten Kinder an den Sänger abgetreten.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor behauptet, Jackson habe seine Ex-Frau zu einer bereits vorformulierten positiven Aussage gedrängt und ihr dafür mehr Besuchsrechte für die gemeinsamen Kinder versprochen.

Der 46-jährige Sänger muss sich wegen sexuellen Missbrauchs eines heute 15 Jahre alten Jungen im Frühjahr 2003 auf seiner Neverland-Ranch verantworten. Er soll den Jungen und dessen Familie auch gegen deren Willen auf dem Anwesen festgehalten haben.

Prozessbeobachter werteten den dreistündigen Auftritt Rowes, die als Zeugin der Anklage aussagte, als ausgesprochen hilfreich für Jacksons Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft kündigte gestern an, ihre Beweisführung am kommenden Dienstag abzuschließen und dann das Feld der Verteidigung zu überlassen.

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