Missbrauchvorwurf Jackson wird entlastet
Los Angeles - Aus einer am Dienstag im Internet veröffentlichten vertraulichen Aktennotiz der Jugendbehörde geht hervor, dass die Ermittler die Vorwürfe bereits vor Monaten geprüft, und als unbegründet zurückgewiesen haben. Ein Verwaltungsbeamter der Behörde für Kinder und Familien hatte die Notiz am 26. November auf Grundlage eines Ermittlungsverfahrens im Februar verfasst. Nach Angaben eines Insiders soll der Vermerk authentisch sein.
Erst vor kurzem hatte ein ehemaliger Schwager des Superstars Jackson schwer belastet. Er sei "ein klassischer Pädophiler", hatte Jack Gordon der "New York Post" gesagt. Gordon war bis 1996 Manager und Ehemann von Jacksons Schwester LaToya.
Eine Woche bevor die entlastende Aktennotiz verfasst wurde, hatte ein Staatsanwalt des Bezirksgerichtes von Santa Barbara Anklage gegen Jackson erhoben. Gemäß der nun aufgetauchten Akte gaben sowohl der Junge als auch sein Bruder bei den Ermittlungen im Februar zu Protokoll, dass Michael Jackson sich nicht an ihnen vergriffen habe. Ihre ältere Schwester gab an, sie habe kein in irgendeiner Weise unangemessenes Verhalten gegenüber ihren Brüdern beobachtet.
Ankläger Thomas Sneddon sagte am Dienstag, die Aktennotiz werde das Verfahren gegen Jackson nicht beeinflussen. Man habe zur Zeit der Anklage über die Ermittlungen im Frühjahr gewusst. Diese waren von einer Schule ausgelöst worden, die die Vernachlässigung der Jungen seitens ihrer Mutter und den Missbrauch durch Jackson befürchtete. Damals wurde die Polizei von Los Angeles eingeschaltet. Sowohl die Jugendbehörde als auch die Polizei seien jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass die Anschuldigungen der Schule "unbegründet" gewesen seien, heißt es in der Aktennotiz.