Missverständnis Koblenzer Bahnhof kurzzeitig gesperrt
Koblenz - Nur für kurze Zeit verließ ein 23-jähriger Tourist am Samstagmorgen das Zugabteil, in dem er sich und seinen Koffer deponiert hatte, "um ein paar Fotos zu machen". Wenig später war der Bahnhof von Koblenz abgesperrt, der Waggon mit Koffer abgehängt und auf ein Nebengleis verschafft und ein Spezialteam der Polizei mit der Untersuchung der Wäsche des Touristen beschäftigt.
So ist das in Zeiten drohenden Terrors: Vor nicht ganz drei Wochen hatten in Dortmund und ausgerechnet in Koblenz zwei echte Kofferbomben für viel Unruhe gesorgt. Erst am Samstagmorgen war einer der beiden mutmaßlichen Attentäter gefasst worden, deren Anschlag jedoch schief gegangen war.
Das macht sensibel: Nachdem der Brasilianer das Abteil mit Koffer betreten und ohne wieder verlassen hatte, alarmierten Mitreisende den Schaffner. In Koblenz griff der Sicherheitsapparat dann zu, evakuierte Zug und Bahnhof - und vernahm den Verdächtigen.
Der konnte das Missverständnis schnell klären und samt Koffer weiter reisen. Der Hauptbahnhof Koblenz und die Rheinstrecke der Bahn waren infolge des Vorfalls für knapp eine Stunde gesperrt.
pat/ddp