Mittellandkanal: Dutzende Schiffe stauen sich nach Zusammenstoß - DER SPIEGEL
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Mittellandkanal Dutzende Schiffe stauen sich nach Zusammenstoß

Nach der Kollision eines Tankers mit einem Frachter stauen sich die Schiffe auf dem Mittelland- und Dortmund-Ems-Kanal. Die Feuerwehr kämpfte gegen auslaufenden Biodiesel.
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Hörstel - Etwa 30 Binnenschiffer mussten bei Hörstel in Nordrhein-Westfalen eine Zwangspause einlegen, weil gestern am Zusammenfluss beider Wasserstraßen ein mit 1000 Tonnen Biodiesel beladener Tanker auf den Frachter geprallt war, wie die Wasserschutzpolizei in Duisburg mitteilte. Die Ursache des Unfalls ist noch nicht ermittelt. Der Mittellandkanal soll bis zum Morgen an der Unglücksstelle gesperrt bleiben, ebenso der Dortmund-Ems-Kanal.

Bei dem Zusammenstoß wurde ein 250 Tonnen fassender Tank beschädigt. Zunächst war von zehn Tonnen ausgelaufenem Kraftstoff die Rede gewesen. Es sei sehr viel mehr, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Norbert Stegemann. An dem Tanker entstand unter der Wasserlinie ein drei Meter langer Riss, den Taucher des Wasser- und Schifffahrtsamts bis zum Sonntagabend abdichteten. Weil es sich bei dem ausgelaufenen Kraftstoff um Biodiesel handele, war mit einer geringeren Wasserverschmutzung zu rechnen als anfangs befürchtet. Die Feuerwehr pumpte den ausgelaufenen Biodiesel von der Wasseroberfläche ab.

Derweil ging am Osterwochenende auf dem Rhein bei Köln die Suche nach zwei noch vermissten Containern weiter, die der Frachter "Excelsior" Ende März bei einer Havarie verloren hatte. Die Schifffahrt auf dem Rhein bei Mainz sollte gestern Abend wieder freigegeben werden, nachdem dort am Samstag ein Arbeitsschiff gekentert war - doch das Schiff konnte entgegen erster Angaben am Abend doch nicht gehoben werden.

Rettungskräfte konnten einen 77 Jahre alten Mann nur tot bergen. Die Suche nach einem weiteren Vermissten wurde am Sonntag ergebnislos fortgesetzt. Die Polizei geht davon aus, dass zwei und nicht wie zuerst angenommen drei Menschen an Bord waren.

dab/dpa