Mode in Berlin: Denver-Clan trifft Forstwirtschaft - DER SPIEGEL
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Fashion Week Berlin: Grün, grün, grün sind nicht alle unsere Kleider

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images

Mode in Berlin Denver-Clan trifft Forstwirtschaft

Moosgrüne Schlabberblusen aus Seide: nicht der Geschmack jeder Frau, aber der Trend des Labels Mongrels in Common. Klassischer geht es bei Boss zu. Das etablierte Modehaus setzt in der neuen Kollektion auf Schwarz, Weiß und Rot - und lockte wieder mal internationale Promis zur Berliner Fashion Week.
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Berlin - Das Motto der Modenschau von Mongrels in Common lud zu wilden Spekulationen ein. Unter dem Titel "Denver-Clan versus Forstwirtschaft" präsentierte das Designerinnen-Duo Livia Ximénez-Carrillo und Christine Pluess, das sich hinter dem kryptischen Label-Namen verbirgt, seine Kollektion für Herbst und Winter 2011.

Die Models - mit tiefrot geschminkten Lippen - erinnerten in ihren gerafften Seidenkleidern in mattem Moosgrün oder sattem Blau, den feinen Schluppenblusen und den zweireihigen Mänteln in Schwarz an Hollywood-Stars der vierziger Jahre - oder eben an Alexis Carrington im Waidmanns-Look.

Klassischer ging es bei Unrath & Strano zu. Zu lauten Beats stolzierten die Models im Zelt am Bebelplatz mit schwarzen Lockenköpfen wie lebendig gewordene Frauenpuppen den Laufsteg rauf und runter - und zeigten dabei doch sehr tragbare Mode. Brauntöne, Beige, Schwarz und Grau bestimmten die Outfits. Es gab enge Kleider mit gepolsterten Schultern und lange, glockige Falten im Rückenteil von Jacken, Kurzmänteln und Hängekleidchen.

Klares Design und Schnittkunst, ergänzt um augenfällige Details - so wollen Klaus Unrath und Ivan Strano, die ihre Fans mit Couture-Abendroben gewannen, nun gut verkaufbare Modelle liefern. Oder, wie Strano es nach der Rückkehr aus der Insolvenz im Vorjahr formulierte: Das Duo will mehr bezahlbare Kleider schneidern, die man den ganzen Tag über tragen kann.

Ein Highlight der diesjährigen Fashion Week war die Schau von Hugo by Hugo Boss. Schon die Neue Nationalgalerie als Location war gut gewählt - Fließtext der Künstlerin Jenny Holzer an der Decke, schwarz ausgeschlagene Sitzreihen, schräge Musik und Schreibmaschinengeräusche vom Band gaben genau den richtigen Rahmen für das Metropolengefühl. Internationale Gäste wie die Schauspielerinnen Tilda Swinton und Chloë Sevigny sowie ihr Kollege Hayden Christensen und Rennfahrer Lewis Hamilton sorgten für Glamour.

Die Hugo-Kollektion brachte für jeden etwas: Lässige Shirt-Oberteile und schwingende Röcke sowie Lack, Leder und rasant geschlitzte schwarze Abendkleider für die Damen, auf Figur geschnittene Anzüge und Kapuzenmäntel für die Herren. Die dominierenden Farben sind Schwarz, Rot und Weiß.

siu/dpa